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Pressemitteilung vom 01.10.2026
Rheinland-Pfalz
Rheinland-Pfalz: Kommunen verzeichnen geringeres Defizit dank Landeszuweisungen
Die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz hat sich im ersten Halbjahr 2026 leicht entspannt. Dies ist jedoch hauptsächlich auf zusätzliche Zahlungen vom Land zurückzuführen.
Symbolbild. (Quelle: Pixabay)Bad Ems. Das Defizit der Kommunen in Rheinland-Pfalz belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund 1,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 425 Millionen Euro oder 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Laut dem Statistischen Landesamt in Bad Ems wurde dieser Rückgang durch einen Nachtragshaushalt des Landes ermöglicht, der Ergänzungszuweisungen in Höhe von insgesamt 300 Millionen Euro für die Jahre 2025 und 2026 vorsah. Die Gelder für 2026 wurden bereits in der ersten Jahreshälfte ausgezahlt.

Trotzdem bleibt Milliardendefizit
Trotz dieser Unterstützung überstiegen die Ausgaben weiterhin die Einnahmen der Kommunen. Die bereinigten Gesamteinnahmen lagen bei rund 7,7 Milliarden Euro - ein Anstieg von knapp elf Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Dem standen Ausgaben von 8,8 Milliarden Euro gegenüber, was einer Steigerung von knapp vier Prozent entspricht. Besonders auffällig war der Anstieg der Personalausgaben um 3,6 Prozent auf etwa 2,2 Milliarden Euro sowie der Sachausgaben um 5,6 Prozent auf 98 Millionen Euro. Im sozialen Bereich wurden 2,4 Milliarden Euro ausgegeben, 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Steuereinnahmen, der größte Einnahmeposten der Kommunen, stiegen um 4,8 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Die Gewerbesteuer, eine wichtige Einnahmequelle, erholte sich nach einem Rückgang im Vorjahr und legte um 2,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Der kommunale Anteil an der Einkommensteuer sank hingegen um etwa ein Prozent.

Mehr als die Hälfte der Gemeinden schreiben rote Zahlen
Die kreisfreien Städte wiesen ein Defizit von 435 Millionen Euro auf, während die Kreise mit 318 Millionen Euro, die Ortsgemeinden mit 245 Millionen Euro und die Verbandsgemeinden mit 26 Millionen Euro im Minus waren. Wie schon im ersten Halbjahr 2025 konnte keine der zwölf kreisfreien Städte schwarze Zahlen schreiben. Vier von 24 Kreisen, 60 von 129 Verbandsgemeinden und 807 von 2.259 Ortsgemeinden gelang dies jedoch.
(dpa/bearbeitet durch Red)

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