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Pressemitteilung vom 02.10.2026
Region
Julia Gieseking wird stellvertretende Verbandsvorsteherin des SPNV-Nord
Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord hat Julia Gieseking einstimmig zur stellvertretenden Verbandsvorsteherin gewählt. Bei der Sitzung in Koblenz ging es außerdem um die angespannte finanzielle Lage des öffentlichen Verkehrs und die künftige Zusammenarbeit mit dem Land.
Staatssekretär Markus Wolf (links) und Verbandsvorsteher Achim Hallerbach (rechts) gratulieren Julia Gieseking zur Wahl. (Foto: Simone Jonen, SPNV-Nord)Koblenz. Die Landrätin des Landkreises Vulkaneifel, Julia Gieseking, wurde der 81. Sitzung der Verbandsversammlung einstimmig gewählt. Nach ihrer Wahl vereidigte sie Verbandsvorsteher Achim Hallerbach und überreichte ihr die Ernennungsurkunde. Gieseking folgt auf Andreas Kruppert, der nach der Landtagswahl im Frühjahr zum Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier berufen wurde.

"Ich bedanke mich ganz herzlich bei Andreas Kruppert für die wunderbare Zusammenarbeit hier im SPNV-Nord und freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kollegin Julia Gieseking", sagte Hallerbach.

Finanzielle Lage des öffentlichen Verkehrs
Im Mittelpunkt der Sitzung stand auch der erste persönliche Austausch der Verbandsmitglieder mit dem seit Mai 2026 für Verkehr zuständigen Ministerium für Inneres, Integration und Verkehr. Staatssekretär Markus Wolf stellte gemeinsam mit Esther Jung, der Leiterin der Abteilung Verkehr und Mobilität, die neue Struktur und die verkehrspolitischen Zuständigkeiten des Ministeriums vor. Im Zuge der Neuorganisation der Landesregierung wurden die bislang getrennten Bereiche Verkehr und Mobilität wieder in einer gemeinsamen Abteilung zusammengeführt.

Wolf ging insbesondere auf die angespannte finanzielle Situation im öffentlichen Verkehr ein. Neben allgemeinen Kostenentwicklungen wirkten sich auch die Folgen des Trassenpreisurteils auf die Länder aus. Für Rheinland-Pfalz bezifferte der Staatssekretär die Belastungen für 2025 und 2026 auf rund 50 Millionen Euro. In den Folgejahren seien Belastungen von bis zu 25 Millionen Euro jährlich zu erwarten.

Parallel laufen die Beratungen zum Doppelhaushalt 2027/2028. Zudem sind Gespräche zwischen den Ländern und dem Bund zur finanziellen Situation des öffentlichen Verkehrs vorgesehen. "Unser Ziel ist es, das bestehende Verkehrsangebot auszufinanzieren und gemeinsam mit den Aufgabenträgern Wege zu finden, Qualität und Angebot zu sichern und zugleich die Kosten im Blick zu behalten", erklärte Wolf. Jung betonte die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung des Verkehrssystems.

Hallerbach begrüßte den direkten Austausch mit dem neuen Ministerium: "Für den SPNV-Nord ist ein enger und verlässlicher Dialog mit dem Land entscheidend. Gerade bei den aktuellen Herausforderungen müssen Land, Aufgabenträger und Kommunen gemeinsam daran arbeiten, das bestehende Verkehrsangebot zu sichern und den öffentlichen Verkehr zukunftsfähig weiterzuentwickeln." (PM/bearbeitet durch Red)
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