AK-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen
Nachricht vom 08.10.2026
Wirtschaft
Altersflecken mit 40? So lässt sich frühzeitig vorbeugen
Ein kleiner brauner Fleck auf dem Handrücken oder an der Wange, und plötzlich steht das Wort „Altersfleck“ im Raum, obwohl man sich alles andere als alt fühlt. Tatsächlich zeigen sich die ersten dieser Pigmentveränderungen bereits um das 40. Lebensjahr herum. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Haut schneller altert als normal. Wer früh auf Sonnenschutz und eine passende Pflege setzt, kann jedoch einiges dafür tun, weiteren Pigmentflecken vorzubeugen.
Symbolfoto (KI generiert)Was sind Altersflecken eigentlich?
Altersflecken werden medizinisch als Lentigines solares oder Lentigo solaris bezeichnet. Dabei handelt es sich um meist flache, bräunliche Hautveränderungen, die durch eine vermehrte Ansammlung des Hautfarbstoffs Melanin entstehen.

Der Name ist dabei etwas irreführend. Nicht das Alter selbst verursacht die Flecken, sondern vor allem die langfristige Belastung durch ultraviolette Strahlung. Dass sie häufig erst ab einem gewissen Alter sichtbar werden, liegt vor allem daran, dass sich die UV-Belastung über viele Jahre summiert.

Typische Stellen sind deshalb Körperbereiche, die regelmäßig der Sonne ausgesetzt sind. Dazu gehören vor allem Gesicht, Handrücken, Unterarme, Schultern und Dekolleté.

Warum werden Altersflecken oft ab 40 sichtbar?
Dass die ersten Altersflecken bereits mit 40 auftreten können, hat mehrere Gründe. Neben der langjährigen UV-Belastung verändert sich auch die Haut selbst.

Die Haut vergisst nicht
Die Haut ist über viele Jahre hinweg UV-Strahlung ausgesetzt. Dabei geht es nicht nur um Sonnenbäder im Urlaub, sondern auch um die tägliche Belastung im Alltag. Ein Teil dieser Veränderungen macht sich nicht sofort bemerkbar, sondern kann erst Jahre später als sichtbare Pigmentveränderung auftreten.

Die Zellerneuerung verändert sich
Mit zunehmendem Alter verändern sich die Abläufe in der Haut. Die Zellerneuerung verlangsamt sich und die Verteilung von Pigment kann ungleichmäßiger werden. Dadurch können einzelne Bereiche dunkler erscheinen und bestehende Pigmentveränderungen stärker auffallen.

Die Rolle der Hormone
Hormonelle Veränderungen können die Pigmentbildung beeinflussen und dazu führen, dass die Haut auf bestimmte Reize empfindlicher reagiert. Besonders bekannt ist dieser Zusammenhang bei Melasma, einer anderen Form der Hyperpigmentierung. Altersflecken selbst entstehen jedoch in erster Linie durch die langfristige UV-Belastung.

Wie kann man Altersflecken frühzeitig vorbeugen?
Wer Pigmentflecken möglichst lange vermeiden möchte, sollte nicht erst reagieren, wenn die ersten dunklen Stellen sichtbar werden. Vor allem der tägliche Schutz vor UV-Strahlung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Täglicher Sonnenschutz
Der wichtigste Schritt ist konsequenter Sonnenschutz. UV-Strahlung kann die Hautalterung fördern und die Bildung von Pigmentflecken begünstigen. Deshalb ist ein ausreichend hoher Lichtschutzfaktor nicht nur im Sommer oder am Strand sinnvoll.

Besonders exponierte Stellen wie Gesicht, Hals, Dekolleté und Hände sollten dabei nicht vergessen werden. Auch an bewölkten Tagen erreicht UV-Strahlung die Haut. Hinter Fensterglas ist die Situation etwas differenzierter: UVB wird weitgehend abgehalten, während ein Teil der UVA-Strahlung Glas passieren kann.

Pflege für einen ebenmäßigen Hautton
Neben Sonnenschutz kann eine passende Hautpflege dazu beitragen, das Hautbild gepflegt und möglichst gleichmäßig erscheinen zu lassen. Inhaltsstoffe wie Vitamin C oder Niacinamid werden beispielsweise in kosmetischen Produkten eingesetzt, die auf einen ebenmäßiger wirkenden Teint ausgerichtet sind.

Auch pflanzliche Wirkstoffe können Bestandteil einer solchen Pflegeroutine sein. Die Biovolen Aktiv Kressesalbe wurde speziell für die kosmetische Pflege bei Altersflecken entwickelt und kombiniert einen Wirkstoff aus Kresse-Extrakt mit weiteren pflegenden Inhaltsstoffen. Sie kann eine bestehende Pflegeroutine ergänzen und die Haut gezielt pflegen.

Die vergessenen Zonen
Beim Sonnenschutz denken viele zuerst an das Gesicht. Die Hände, Unterarme und das Dekolleté bekommen jedoch ebenfalls über Jahre hinweg viel UV-Strahlung ab. Gerade die Handrücken sind deshalb häufig eine der ersten Stellen, an denen Pigmentveränderungen sichtbar werden.

Sonnenschutz sollte entsprechend nicht am Kinn aufhören. Wer Gesicht und Körper pflegt, sollte die besonders sonnenexponierten Bereiche in die tägliche Routine einbeziehen.

Lichtempfindlich machende Stoffe beachten
Bestimmte Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Auch einige pflanzliche Stoffe können in Verbindung mit Sonnenlicht Hautreaktionen auslösen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe, die bei direktem Hautkontakt und anschließender UV-Belastung eine sogenannte phototoxische Reaktion verursachen können.

Auch Parfum sollte nicht unbedingt direkt auf sonnenexponierte Haut aufgetragen werden. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte die Hinweise zur möglichen Lichtempfindlichkeit beachten und bei Unsicherheit ärztlich oder in der Apotheke nachfragen.

Haut von innen unterstützen
Eine ausgewogene Ernährung liefert dem Körper wichtige Vitamine und andere antioxidativ wirkende Nährstoffe. Obst, Gemüse, Nüsse und andere pflanzliche Lebensmittel können deshalb zu einer abwechslungsreichen Ernährung beitragen.

Sie ersetzen allerdings keinen Sonnenschutz. Auch besonders antioxidantienreiche Lebensmittel können die Haut nicht vor UV-Strahlung schützen, weshalb beide Bereiche getrennt betrachtet werden sollten.

Erste Flecken sind schon da: Was jetzt hilft
Sind die ersten Pigmentflecken bereits sichtbar, ist konsequenter Sonnenschutz weiterhin wichtig. So lässt sich zumindest vermeiden, dass die Haut immer wieder intensiver UV-Strahlung ausgesetzt wird und bestehende Pigmentveränderungen dadurch stärker auffallen.
Eine passende Pflege kann das Hautbild zusätzlich unterstützen. Dabei sollte allerdings etwas Geduld eingeplant werden. Pigmentveränderungen verschwinden nicht innerhalb weniger Tage, und kosmetische Pflege kann ihre Wirkung nicht mit professionellen dermatologischen Verfahren gleichsetzen.

Wenn einzelne Flecken sehr störend sind, stehen beim Hautarzt je nach Art und Ausprägung verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Peelings oder Laserbehandlungen. Welche Methode infrage kommt, hängt unter anderem von der Art der Pigmentveränderung und dem Hauttyp ab.

Wann sollte man zum Hautarzt?
Nicht jede braune Stelle auf der Haut ist automatisch ein Altersfleck. Vor allem neue, unklare oder sich verändernde Hautveränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden.
Aufmerksam werden sollte man beispielsweise bei einem Fleck mit unregelmäßigen Rändern, mehreren unterschiedlichen Farbtönen oder deutlichen Veränderungen von Größe und Form. Auch wenn eine Stelle wiederholt juckt, blutet oder sich auffällig verändert, sollte sie dermatologisch untersucht werden.

Das ist auch deshalb wichtig, weil sich verschiedene Hautveränderungen optisch ähneln können. Ein vermeintlicher Altersfleck lässt sich nicht allein anhand seiner Farbe sicher beurteilen.

Für gesetzlich Versicherte gehört außerdem das Hautkrebs-Screening zur Vorsorge. Ab dem Alter von 35 Jahren besteht in der Regel alle zwei Jahre Anspruch auf eine entsprechende Untersuchung.

Fazit
Altersflecken mit 40 sind zunächst kein Grund zur Sorge. Sie spiegeln im Grunde genommen die UV-Belastung der vergangenen Jahre sichtbar wider. Wer frühzeitig auf konsequenten Sonnenschutz und eine passende Pflege setzt, kann neuen Pigmentveränderungen vorbeugen und zu einem ebenmäßigen Hautbild beitragen. Wichtig bleibt dabei, auffällige oder sich verändernde Flecken nicht ausschließlich kosmetisch zu beurteilen, sondern im Zweifel dermatologisch abklären zu lassen. (prm)
Nachricht vom 08.10.2026 www.ak-kurier.de