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| Nachricht vom 10.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Berufsausbildungsbeihilfe in Rheinland-Pfalz: Nur wenige Azubis erhalten finanzielle Unterstützung |
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| In Rheinland-Pfalz erhalten nur wenige Auszubildende eine Berufsausbildungsbeihilfe. Diese staatliche Unterstützung soll jenen helfen, deren Ausbildungsvergütung nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu decken. |
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Mainz. 2.811 Auszubildende in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr Berufsausbildungsbeihilfe erhalten. Dies entsprach 4,9 Prozent der rund 57.700 Auszubildenden, wie aus einer Antwort des Arbeitsministeriums in Mainz auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. Die Daten stammen von der Arbeitsagentur und dem Statistischen Landesamt. Im Jahr 2024 erhielten laut Ministerium nur 2.648 Auszubildende diese Beihilfe - etwa 4,5 Prozent der damals 58.503 Auszubildenden. Im Jahr 2023 entsprachen es knapp fünf Prozent der 59.130 Auszubildenden. Ein direkter Vergleich dieser Werte ist jedoch nur bedingt möglich, da für 2025 der Dezemberwert vorliegt, während die Jahre 2023 und 2024 einen Jahresdurchschnitt abbilden.
Berufsausbildungsbeihilfe soll laut Ministerium Auszubildende individuell unterstützen, deren Ausbildungsvergütung nicht ausreicht, um ihren notwendigen Lebensunterhalt zu decken. Der wird mit 822 Euro beziffert, wobei zusätzliche Kosten wie Fahrt oder Arbeitskleidung hinzukommen können. Die Mindestausbildungsvergütung liegt derzeit bei 724 Euro im ersten Ausbildungsjahr, also knapp 100 Euro darunter.
Beantragen kann die Leistung grundsätzlich, wer zum ersten Mal eine Ausbildung absolviert und nicht mehr bei den Eltern wohnt. Auch ein zweiter Ausbildungsweg kann unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Minderjährige haben Anspruch, wenn die Wegzeit zur Arbeit mehr als zwei Stunden beträgt. Das Einkommen der Eltern wird angerechnet, unabhängig davon, ob sie ihr Kind während der Ausbildung finanziell unterstützen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Rheinland-Pfalz-Saarland forderte kürzlich eine Reform der Berufsausbildungsbeihilfe. Diese solle unbürokratischer und unabhängig vom Einkommen der Eltern ausgestaltet werden. Natalie Cramme-Hill, Sprecherin für Arbeit der Grünen-Fraktion im Landtag in Mainz, sagte: "Junge Menschen in Rheinland-Pfalz verdienen einen Start ins Berufsleben ohne Existenzängste. Wir fordern die Landesregierung deshalb auf, sich auf Bundesebene für eine grundlegende Reform der Berufsausbildungsbeihilfe und des Schüler-Bafög einzusetzen." (dpa/bearbeitet durch Red) |
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| Nachricht vom 10.10.2026 |
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