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Pressemitteilung vom 10.10.2026
Region
Diakonie Klinikum baut Krebs-Expertise mit neun Fachzentren aus
Ein regionales Plankrankenhaus erweitert die qualitätsgesicherte Versorgung von Krebspatienten nachhaltig. Nach erfolgreichen Prüfungen bündelt ein übergeordnetes Zentrum nun zahlreiche Fachbereiche. Neben der medizinischen Behandlung rückt auch der Dialog in den Fokus.
Das Interdisziplinäre Onkologische Zentrum am Diakonie Klinikum bündelt die Expertise von mittlerweile neun zertifizierten Organkrebszentren, die nach den strengen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft geprüft wurden. Große Freude herrscht bei den Verantwortlichen aus Medizin, Pflege und Verwaltung über das erfolgreiche Abschneiden in den umfangreichen Audits. (Foto: Tim Oerter / Diakonie in Südwestfalen)Siegen/Freudenberg. Das Diakonie Klinikum festigt sein Profil in der onkologischen Versorgung. Zu den etablierten Facheinheiten stießen an den Standorten Jung-Stilling in Siegen sowie Bethesda in Freudenberg weitere spezialisierte Abteilungen hinzu, die das Zertifizierungsverfahren der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bestanden haben.

Neu anerkannt wurden das Hautkrebszentrum, die Zentren für bösartige Neubildungen der Bauchspeicheldrüse und weiterer Bauchorgane sowie das Neuroonkologische Zentrum, das sich Tumoren des zentralen sowie peripheren Nervensystems widmet. Bei den Überprüfungen durch das Institut OnkoZert erhielten die Einheiten Nachweise über hohe Gütestandards sowie die Qualifikation des ärztlichen und pflegerischen Personals. Mit neun DKG-zertifizierten Organkrebszentren nimmt das Haus eine führende Rolle in der Region ein. Die Koordination liegt beim Interdisziplinären Onkologischen Zentrum (IOZ) unter Leitung von Chefarzt Dr. Martin Klump am Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus, das 2024 die DKG-Anerkennung erhielt.

Entwicklung der spezialisierten Fachbereiche
Die strukturierte Tumorbehandlung blickt am Klinikum auf eine längere Tradition zurück. Das in Kooperation mit dem St.-Marien-Krankenhaus in Siegen und dem St. Martinus-Hospital in Olpe betriebene Brustzentrum Siegen-Olpe verfügt seit 2006 über eine Zertifizierung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄkZert). Im Jahr 2022 folgte die DKG-Zertifizierung des Gynäkologischen Krebszentrums. Beide Einheiten leitet kommissarisch Vesselina Arnaudov und decken bösartige Veränderungen der Brust sowie der weiblichen Geschlechtsorgane ab.

Ab 2024 durchliefen weitere Zentren das DKG-Prüfverfahren: das Leukämie- und Lymphomzentrum unter Leitung von Prof. Dr. Ralph Naumann, das Prostatakrebszentrum unter Leitung von Dr. Peter Weib und Dr. Mahmoud Farzat sowie das von Prof. Dr. Mohammad Golriz geführte Darmkrebszentrum. Der Ärztliche Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie trägt zudem die Verantwortung für das Viszeralonkologische Zentrum und das Pankreaskarzinomzentrum. Diese ergänzen die Reihe gemeinsam mit dem Neuroonkologischen Zentrum am "Stilling" unter Prof. Dr. Veit Braun und dem Hautkrebszentrum am Klinikum Bethesda in Freudenberg unter Prof. Dr. Stephan El Gammal und Dr. Ulrike Schröter.

Umfassende Kriterien und weitere Zertifizierungen
Die Prüfung der DKG schließt alle für die Therapie relevanten Bereiche ein. Neben medizinischem und pflegerischem Fachwissen zählen Psychoonkologie, Palliativmedizin, Sozialdienst, Seelsorge, Ernährungsberatung und Physiotherapie dazu. Ebenso wird die Zusammenarbeit mit Partnern wie Strahlentherapie, Pathologie, Zuweisern und Selbsthilfegruppen begutachtet.

Wie IOZ-Leiter Dr. Martin Klump erklärt, könnten Erkrankte darauf vertrauen, nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft versorgt zu werden. Zentrumskoordinatorin Diplom-Biologin Oksana Kurz sieht in dem Ergebnis einen Antrieb zur Weiterentwicklung des Angebots. Weitere Einheiten für Kopf-Hals-Tumoren unter Prof. Dr. Dr. Jan-Falco Wilbrand sowie für Leberkarzinome unter Prof. Dr. Mohammad Golriz bereiten ihre Zertifizierung vor. Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer verweist auf die Belastung einer Krebsdiagnose und betont die Bedeutung einer qualifizierten Versorgung für das Siegerland und das Dreiländereck.

Patiententag im November
Am Samstag, 7. November 2026, beginnt um 9.30 Uhr der IOZ-Patiententag in der neunten Etage des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Auf dem Programm stehen Vorträge über Krebstherapien, Nachsorge und Vorsorge sowie persönliche Gespräche mit den Zentrumsleitungen. Das Detailprogramm folgt zeitnah. (PM/bearbeitet durch Red)
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