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| Nachricht vom 11.10.2026 |
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| Region |
| Oktoberfest in Rahms – ein bayerisches Highlight in der Region |
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| Wer einmal das Oktoberfest in Rahms erlebt hat, überlegt es sich dreimal, ob er noch nach München fährt. Im 400-Seelen-Dorf war am Samstag, 10. Oktober, das ganze Dorf auf den Beinen: Bürgerhaus bis auf den letzten Platz voll, vier Musikvereine auf der Bühne, Dirndl und Krachlederne – und kein Eintritt. |
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Rahms. Wer einmal das Oktoberfest in Rahms live erlebt hat, wird sich in Zukunft dreimal überlegen, ob er nach München fährt, um dort an der Massenveranstaltung teilzunehmen. Es ist bewundernswert, wie familiär und zugleich mit überschwänglicher Lebensfreude das Oktoberfest im 400-Seelen-Dorf veranstaltet wird. Das ganze Dorf ist auf den Beinen und unterstützt „sein” Oktoberfest voller Überzeugung. Die Rahmser sind weltoffen und freuen sich sehr, dass auch Besucher aus der nahen Umgebung nach Rahms kommen, zum Beispiel aus Windhagen und Neustadt (Wied). Unter diesen Voraussetzungen muss nicht erklärt werden, dass im Bürgerhaus am Samstag, 10. Oktober, alle Plätze belegt waren und eine drangvolle Enge herrschte, die die Stimmung noch weiter anheizte. Berührungsängste durfte man an diesem Abend jedenfalls nicht haben, vor allem nicht im Foyer – dort konnte man gar nicht umfallen, egal, wie viel man getrunken hatte.
Blasmusik, Rock und Schnulzen waren stark gefragt
Nach dem umjubelten Fassbieranstich ging die Post richtig ab. Das „Orchester Rahms“, das Veranstalter der bayerischen Sause ist, eröffnete den musikalischen Reigen und legte den Grundstein für einen großartigen Abend, der einmal mehr bewies, dass sich Tradition und Moderne durchaus vertragen können. Das Oktoberfest in Rahms ist wie ein Tag der offenen Türen, denn es wird kein Eintritt erhoben. Da früher in der Umgebung von Rahms noch unter Tage im Bergbau gearbeitet wurde, durfte natürlich das Steigerlied nicht fehlen, das in Rahms eine Art Nationalhymne ist und von den Besuchern mit voller Lautstärke mitgesungen wurde.
Der Musikverein „Harmonie” Windhagen, die „Rahmser Böhmischen” und der Musikverein „Wiedklang” Waldbreitbach vervollständigten das Quartett um das „Orchester Rahms”. Allen beteiligten Musikanten gelang es, die Stimmung im Bürgerhaus auf oberstem Level zu halten, denn es waren Gassenhauer, deutsche Schlager und Dicke-Backen-Musik mit Walzer, Polka und Marschmusik zu hören, die genau den Geschmack des Publikums trafen.
Einige Beispiele für die hervorragende Auswahl der einzelnen Titel: „Skandal im Sperrbezirk”, „Tausendmal berührt”, „Sternenhimmel”, „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein”, „Böhmischer Traum”, „In München steht ein Hofbräuhaus”, „Bella Napoli”, das „Westerwaldlied”, die „Egerländer Festtagspolka”, „Vogelwiese”, das „Kufsteinlied” und die „Südböhmische Polka” – und viele weitere Titel.
Für Lacher im Saal sorgte der Musikverein „Wiedklang” Waldbreitbach, als ein Abba-Medley angekündigt wurde. Manuel Walkenbach, musikalischer Leiter des Vereins, pries „Agnetha Kötting“ als Starsängerin von Abba an. Das stimmte natürlich nicht, denn die echte Agnetha heißt mit Nachnamen Fältskog. Diese Fake-Agnetha war Frank Kötting, ein bärtiges Mitglied des Musikvereins. Er verzauberte das Publikum mit seiner wechselnden Stimme, mal zärtlich, mal brachial und herb. Die größten Abba-Hits waren zu hören, darunter „Fernando“, „Dancing Queen“, „Mamma Mia“ und „The Winner Takes It All“.
Erwähnenswert ist auch der Soloauftritt vom „kleinsten Blasorchester der Welt“, bestehend aus zwei Musikern: Markus Willsberg blies kräftig ins Alphorn und Peter Jüngling begleitete ihn auf der Trommel.
Die Stimmung konnte nicht besser sein
Jeder Auftritt wurde mit Begeisterung gefeiert, es war deutlich zu spüren, wie die pure Lebens- und Spielfreude zwischen der Bühne und dem Saal hin und her pendelte. Wie gesagt, man muss dabei gewesen sein, um diese Atmosphäre erlebt zu haben, die sich mit einfachen Worten kaum beschreiben lässt. Auch an der Verkleidung hatten die meisten Besucher großen Gefallen gefunden, da fast jeder etwas Typisch-Bayerisches am Leib trug: die Madln in feschen Dirndln, die Buam in Krachledernen, Wadenstrümpfen und Hüten, mit und ohne Gamsbart.
Man könnte weiter beschreiben, was am Samstagabend in Rahms ablief – eine Erkenntnis dürften die glückseligen Besucher mit nach Hause genommen haben: Es hat sich wieder einmal gelohnt, dieses Oktoberfest zu feiern. Hier kann man immer einige unbeschwerte Stunden verbringen, die einfach von Lebensfreude und Humor geprägt sind.
Zufriedene Veranstalter
Im Telefonat mit Matthias Reuschenbach, Pressesprecher des „Orchesters Rahms“, wurde diese Meinung voll und ganz geteilt. „Ich kann nur betonen, dass unser Oktoberfest wieder friedlich und schiedlich abgelaufen ist, bis zur letzten Minute kein offener Streit, obwohl nicht wenig getrunken wurde. Als Veranstalter sind wir glücklich und zufrieden, dass unser Oktoberfest so verlaufen ist, wie wir es uns vorgestellt hatten. Ein großes Kompliment an unsere Besucher, die ins Bürgerhaus kamen, um dort zu feiern und einige Stunden bayerischen Spaß zu erleben.” |
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