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Pressemitteilung vom 12.10.2026
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"SOLWODI" erhält "HOPE"-Award für Einsatz für Frauen und Kinder in Kenia
Die Frauenrechtsorganisation "SOLWODI" ist mit dem 16. "HOPE"-Award ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurde ihr langjähriges Engagement für von Gewalt, Vernachlässigung und Not betroffene Frauen und Kinder in Kenia.
Symbolbild.Koblenz. Die Auszeichnung wurde am 10. Oktober im Rahmen der "HOPE"-Gala in Dresden verliehen. Die Benefizveranstaltung unterstützt das Kinderprojekt "HOPE" Cape Town in Südafrika. Der "HOPE"-Award wird seit 2006 an Menschen und Projekte vergeben, die sich für das Wohl von Kindern in Afrika einsetzen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld stiftet die Autohaus Dresden GmbH.

"SOLWODI" ist seit mehr als 40 Jahren in Kenia aktiv. Gemeinsam mit Partnerorganisationen unterstützt der Verein Frauen und Kinder dort mit Schutzeinrichtungen, Bildungsangeboten und berufsqualifizierenden Maßnahmen. Ziel ist es, sie vor Gewalt zu schützen, ihre Rechte zu stärken und ihnen Wege in ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.

Ein Beispiel ist das "OKOA SASA" Schutzhaus in Mombasa. Dort finden Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 16 Jahren, die sexualisierte Gewalt oder Vernachlässigung erfahren haben, in akuten Notlagen einen geschützten Ort. Viele von ihnen wurden bereits in jungen Jahren sexuell missbraucht. Teilweise wurden sexuelle Handlungen an ihnen in Hinterhofstudios gefilmt und per Livestream an zahlende Kunden weltweit verbreitet. Einige Mädchen wurden bereits im frühen Teenageralter nach Vergewaltigungen zu Müttern.

Im Schutzhaus erhalten die Betroffenen einen sicheren Schlafplatz, Essen, medizinische Versorgung und psychologische Unterstützung. Hinzu kommen schulische Bildung und Kompetenztrainings zu Themen wie Sexualität, Gesundheit und dem Umgang mit Geld. Die Unterstützung soll den Kindern helfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten, Vertrauen zu fassen und eigene Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

"Der HOPE-Award ist für uns nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein Zeichen der Wertschätzung für unsere wichtige Arbeit in Kenia. Das Preisgeld ist für uns natürlich ebenfalls eine große Unterstützung, weil wir damit einen Teil der laufenden Ausgaben im "OKOA SASA" Schutzhaus decken können", sagte Dr. Maria Decker, Vorsitzende von "SOLWODI".

Die Laudatorin Inge Bell, Journalistin und Unternehmerin, erinnerte an die Entstehungsgeschichte von "SOLWODI" in Kenia und würdigte das Lebenswerk der Gründerin Sr. Dr. Lea Ackermann. Diese habe die Arbeit der Organisation mit der Überzeugung geprägt, Frauen zu stärken und sie auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen. In ihrer Dankesrede griff Dr. Maria Decker den Begriff "Empowerment" auf, der bis heute für die Arbeit von "SOLWODI" stehe - für die Stärkung von Frauen und Kindern, den Schutz vor Gewalt und die Befähigung zu einem unabhängigen Leben. PM/Red
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