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| Nachricht vom 12.10.2026 |
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| Wirtschaft |
| Wissener Kaufmannsessen diskutiert Zukunft von Handel und Innenstadt |
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| Beim 31. Wissener Kaufmannsessen standen die Folgen von Digitalisierung und verändertem Konsumverhalten im Mittelpunkt. Vertreter aus Handel, Politik und Stadtgesellschaft diskutierten darüber, wie die Wissener Innenstadt belebt werden kann. |
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Wissen. Unter dem Titel "Faszination Innenstadt und Handel - lebendige Innenstadt und Digitalisierung gemeinsam gestalten" haben der Treffpunkt Wissen e. V. und die Stadt Wissen zum 31. Wissener Kaufmannsessen eingeladen. Im Foyer des "kulturWERKwissen" kamen zahlreiche Akteure aus dem Wissener Handel sowie Bürgermeister Berno Neuhoff, Kommunalpolitiker, Ortsbürgermeister und Beigeordnete zusammen.
Thomas Kölschbach, Vorsitzender des Treffpunkt Wissen e. V., begrüßte die Gäste und wünschte "wertvolle Einsichten und einen offenen Austausch, der uns alle weiterbringt". Bürgermeister Berno Neuhoff hob die Bedeutung des Handels hervor: "Eine Stadt ohne Handel wäre eine tote Stadt." Zugleich verwies er auf die Herausforderungen durch Digitalisierung und verändertes Konsumverhalten. Mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre nannte Neuhoff unter anderem die Investitionen in die Rathausstraße.
Verbraucher halten sich bei Einkäufen zurück
Den fachlichen Schwerpunkt des Abends bildete ein Vortrag von Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung in Köln. Er erläuterte aktuelle Entwicklungen im Handel und deren Auswirkungen auf die Innenstädte.
Eine zentrale Herausforderung sei die zunehmende Verunsicherung der Verbraucher. Steigende Preise führten dazu, dass Anschaffungen verschoben, gezielter nach Sonderangeboten gesucht und Spontankäufe reduziert wurden. "Der Konsument hat das Gefühl, dass wir erst am Anfang der Preissteigerung stehen", erklärte Hudetz.
Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung voran. Der Onlinehandel gewinne an Dynamik, neue Wettbewerber aus Asien erhöhten den Druck und Kunden wechselten selbstverständlich zwischen digitalen und stationären Kanälen. Für Händler wird deshalb eine Präsenz in sozialen Medien zunehmend unverzichtbar. Auch künstliche Intelligenz wird den Handel mit großer Geschwindigkeit verändern. "KI ist eine Entwicklung, die an Wucht mit nichts zu vergleichen ist", sagte Hudetz.
Erreichbarkeit, Leerstände und Aufenthaltsqualität
Mit Blick auf die Innenstädte machte Hudetz deutlich, dass deren Zukunft nicht allein vom Handel abhänge: "Handel ist nicht alles, aber ohne Handel ist alles nichts." Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit und ein professionelles Leerstandsmanagement müssten stärker in den Fokus rücken. Die Belebung der Innenstädte könne nur gemeinsam gelingen.
In der anschließenden Diskussion wurden die Aussagen des Vortrags auf die Situation in Wissen übertragen. Katzwinkels Ortsbürgermeister Hubert Becher sprach unter anderem Verweilzonen, Erreichbarkeit und die Parksituation an. Händler thematisierten zudem Sauberkeit, leer stehende Gebäude und zu hohe Geschwindigkeiten in der Rathausstraße. Bürgermeister Neuhoff bat darum, entsprechende Beobachtungen zu melden. Red
"Der Kampf um unsere Innenstadt ist nicht verloren", sagte Neuhoff zum Abschluss. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht. Zugleich würdigte er die örtlichen Händler, die mit Mut und Engagement dazu beitrügen, Menschen in die Innenstadt zu ziehen.
Zum Ausklang des Abends wurde Ulrich Noß nach acht Jahren im Amt als Citymanager verabschiedet. Zugleich wurde Jacqueline Deckers als neues Gesicht im Citymanagement vorgestellt. |
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