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Pressemitteilung vom 13.10.2026
Ratgeber
Drei Mythen rund ums Händewaschen: Was wirklich stimmt
Zum Welthändewaschtag am 15. Oktober 2026 startet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit eine Plakatkampagne, um verbreitete Mythen über das Händewaschen zu klären. Die Kampagne trägt den Titel "Wo waren deine Hände heute?" und beschreibt die Bedeutung korrekter Handhygiene.
Einseifen vor dem Waschen. (Quelle: Pixabay)Köln. Gründliches Händewaschen dauert in der Regel nur eine Minute und erfordert lediglich Wasser und Seife. Diese einfache Hygienemaßnahme ist gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit besonders wichtig, da sie das Risiko von Infektionen mit Krankheitserregern erheblich verringern kann. Passend dazu steht der diesjährige Welthändewaschtag unter dem Motto "Be a handwashing hero!".

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nutzt diesen Aktionstag, um mit seiner Plakatkampagne "Wo waren deine Hände heute?" auf die richtige Technik beim Händewaschen aufmerksam zu machen und weitverbreitete Missverständnisse auszuräumen.

Vor allem empfindliche Personen, wie Senioren oder Kleinstkinder, oder auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem können durch Erreger, die auf Ihren Händen sitzen, schon bei geringem Kontakt Infektionen erleiden. Vor allem jetzt im Herbst ist es daher sinnvoll, sich über das Händewaschen Gedanken zu machen.

Mythos 1: Ist heißes Wasser besser?
Ein Mythos besagt, dass heißes Wasser die Hände effektiver reinigt als kaltes. Tatsächlich spielt die Wassertemperatur aber keine Rolle bei der Entfernung von Krankheitserregern. Entscheidend ist vielmehr, die Hände 20 bis 30 Sekunden gründlich vorher einzuseifen und dabei auch Zwischenräume der Finger, Ballen oder Hautfalten zwischen .

Mythos 2: Genügt es, die Hände nur mit Wasser zu reinigen?
Ein weiterer Irrtum ist die Annahme, dass Wasser allein ausreicht. Zwar entfernt auch Wasser ohne Seife einige Erreger, jedoch löst die Kombination aus Seife und Wasser diese deutlich effizienter von der Haut. Nur wenn keine Seife zur Verfügung steht, ist es immer noch besser, sich auch ohne Seife zu waschen, als gar nicht.

Antimikrobielle Zusätze in Seifen bieten für gesunde Menschen laut BIÖG im Haushalt keinen zusätzlichen gesundheitlichen Vorteil. Desinfektionsmittel sollten ebenfalls nur in begründeten Ausnahmefällen und nicht als Ersatz für das Händewaschen verwendet werden.

Mythos 3: Je öfter die Hände gewaschen werden, desto besser?
Häufiges Händewaschen ist zwar wichtig, doch zu häufiges Waschen mit starken Reinigungsmitteln kann die Haut unnötig strapazieren. Der natürliche Säureschutzmantel der Haut spielt eine wesentliche Rolle im Schutz vor Krankheitserregern und sollte geschont werden.

Im Alltag genügen Wasser und milde, pH-neutrale Seife. Wichtig ist, sich die Hände in den richtigen Situationen zu waschen. (PM/Red)
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