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| Nachricht vom 15.10.2026 |
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| Wehmut und Aufbruchstimmung: Die Abbrucharbeiten am alten Rathaus Wissen schreiten voran |
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| Fast 70 Jahre prägte das alte Rathaus das Stadtbild von Wissen, jetzt fällt es Stück für Stück. Rund 120 Muldenkipper werden den Bauschutt abfahren. Bei einem Pressegespräch am Mittwoch, 14. Oktober, zogen die Verantwortlichen eine Zwischenbilanz: Die Arbeiten liegen im Zeitplan, die Fristen bleiben jedoch eng. |
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Wissen. „Nach nunmehr fast 70 Jahren ist das alte Rathaus Geschichte”, resümierte der Erste Beigeordnete Ulrich Marciniak beim Pressegespräch am Mittwoch, 14. Oktober. Die Grundsteinlegung erfolgte am 29. Oktober 1957 – fast auf den Tag genau vor 69 Jahren.
Ganz ohne Wehmut geht der Abschied bei der Belegschaft nicht auf, doch überwiegt bei den Mitarbeitern und in der Bürgerschaft die Freude über den Neubau. Das Verständnis der Bevölkerung für die Baustelle sei groß, sagte Marciniak.
Die Verwaltung der Verbandsgemeinde arbeitet bereits seit Juni im Neubau direkt nebenan. Der Zugang erfolgt derzeit provisorisch über die Straße Am Biesem, bis der neue Rathausplatz mit dem Haupteingang fertiggestellt ist. Die offizielle Eröffnung des Rathauses und des Platzes ist für den 3. und 4. September 2027 geplant.
Tobias Großmann von der ausführenden Firma TG Umwelttechnik führt das große Verständnis nicht zuletzt auf moderne, besonders leise Maschinen zurück, die die Lärmbelastung vor Ort erheblich senken. Am Tisch saßen außerdem Bauleiter Marc Eichhorn, Büroleiterin Svenja Held und Bauamtsleiterin Kerstin Roßbach.
Gründliche Vorarbeiten und Schutz der Nachbarschaft
Am meisten Zeit kosteten die Vorarbeiten im Gebäudeinneren. Zunächst wurde das Bauwerk gründlich auf Schadstoffe untersucht. Bauleiter Marc Eichhorn konnte Entwarnung geben: Größere Schadstoffmengen wurden nicht gefunden. Dennoch wurden betroffene Bereiche vorsorglich mit Unterdruckkabinen abgeschirmt, damit keine Stoffe in die Umgebungsluft gelangen konnten. Anschließend wurde das Material fachgerecht verpackt und getrennt entsorgt.
Beim Rückbau der Giebelwände, die nah an Nachbargebäuden stehen, schützen schwere Matten die angrenzenden Gebäude vor herabfallenden Teilen. Jede einzelne wiegt rund 3,75 Tonnen.
Den anfallenden Bauschutt lagert die Firma vorerst auf dem Gelände und sortiert ihn nach Deponieklassen. Er wird erst abtransportiert, wenn das Altgebäude vollständig abgetragen ist. Dafür setzt die Firma auf rund 120 große Muldenkipper.
Feuerwehr nutzte seltene Übungschance
Vor Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten bot sich der Freiwilligen Feuerwehr Wissen eine seltene Gelegenheit: Die Einsatzkräfte nutzten das leerstehende Gebäude für praxisnahe Übungen. Trainiert wurden unter anderem spezielle Techniken zur Türöffnung sowie weitere Einsatzszenarien. Eine solche Chance gebe es für Feuerwehren nur äußerst selten, betonte Held – deshalb sei sie dankbar genutzt worden.
Zeitplan und Kosten im Rahmen
Sobald das Areal komplett geräumt ist, beginnen die Arbeiten für den Anbau des neuen Sitzungssaals und für die Neugestaltung des Rathausplatzes. Die Ausschreibungen für den Rathausplatz sind bereits abgeschlossen, aktuell läuft nur noch die Wartefrist bis zur Auftragsvergabe.
Bauleiter Eichhorn bestätigte, dass sämtliche Arbeiten im Zeitplan liegen und die Kostenschätzungen nicht erheblich überschritten werden. Für das Gesamtprojekt waren zuletzt rund 8,7 Millionen Euro veranschlagt, davon trägt das Land einen Zuschuss von 3,5 Millionen Euro.
Genau um diese Mittel geht es bei den Fristen: Svenja Held unterstrich, wie wichtig es sei, die recht kurzen Termine im weiteren Verlauf strikt einzuhalten. Andernfalls könnten die Fördergelder verfallen. (kkö)
https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/173462-vor-dem-abriss--ein-letzter-blick-in-das-alte-wissener-rathaus |
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