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| Pressemitteilung vom 15.10.2026 |
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| Herbstwanderung in Altenkirchen: 35 Wanderer erkunden Burg Koberstein |
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| Bei bestem Wanderwetter machten sich rund 35 Wanderer auf eine Route voller Geschichte. Unterwegs gab es Wissenswertes zu Bogenschützen, einer ehemaligen Wasserburg und einer Bahnstrecke. Auch der Stadtbürgermeister nahm an der rund neun Kilometer langen Tour teil. |
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Altenkirchen. Der Wanderausschuss der Stadt Altenkirchen hatte unter dem Motto "Wanderbares Altenkirchen" zur Herbstwanderung 2026 eingeladen. Etwa 35 Wanderer trafen sich am "Tag der Deutschen Einheit" am Schützenplatz in Altenkirchen, dem Startpunkt der Tour. Zur Begrüßung stellte Wanderführer Bruno Wahl die von ihm geplante Strecke von rund 9 Kilometern vor, wies auf die Höhenmeter hin und gab einen ersten Einblick in die historischen Sehenswürdigkeiten am Weg. Er begrüßte auch Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz, der sich die Teilnahme nicht nehmen ließ. Auf eine Verpflegung nach der Wanderung verzichteten die Organisatoren, weil auf dem Marktplatz in Altenkirchen ein Fest zur Deutschen Einheit stattfand.
Von der Ziegelhütte zur Mammelzener Höhe
Nach den ersten Metern durch den Parc de Tarbes führte der Weg die Gruppe am Entenweiher vorbei und unter der Umgehungsstraße hindurch in Richtung Ziegelhütte. Von dort ging es weiter zur Mammelzener Höhe. Dort erwartete die Wanderer ein herrlicher Ausblick, und die Gruppe hielt sich mit einem gemeinsamen Foto fest.
Am Bogenplatz erläuterte Bruno Wahl die Geschichte der Altenkirchener Bogenschützen und die Entstehung des Platzes. Danach führte die Strecke durch den Hochwald in Richtung Obererbach. Unterwegs passierte die Gruppe den Privatfriedhof der Familie Heinemann. Er zählt zu den wenigen Privatfriedhöfen in Rheinland-Pfalz, die bis heute von der Familie und ihren Nachfahren genutzt werden. Anschließend erreichte die Gruppe ihr Ziel, den Standort der ehemaligen Burg Koberstein.
Burg Koberstein und die Kobersteiner Mühle
Die Burg Koberstein wurde im Jahr 1358 erstmals urkundlich erwähnt. Ritter Johann von Kobern hatte sie als Niederungs- beziehungsweise Wasserburg errichten lassen. Die Anlage bestand aus einem rechteckigen Hauptbau von etwa 17 mal 12 Metern und einem Rundturm mit rund 4 Metern Durchmesser. Ein umlaufender Wassergraben, den der nahegelegene Erbach speiste, sowie ein Erdwall sicherten sie. Damals diente die Burg als Zoll- und Kontrollstation. Dort trieben die Verantwortlichen für die Lehensherren Abgaben und Steuern von vorbeiziehenden Menschen und Händlern ein und sicherten sie ab.
Das Gut Koberstein ist ein Hofgut und ein ehemaliger Adelssitz. Der heutige Obererbacher Ortsteil Koberstein setzt sich aus den beiden Höfen Alt-Koberstein und Neu-Koberstein sowie der ehemaligen Kobersteiner Mühle zusammen. Für den Bau dieser Mühle erteilte das Königreich Preußen im März 1859 die notwendige Konzession. Sie wurde als oberschlächtige Mahlmühle gebaut und nahm im August 1860 den Betrieb auf.
Die Bahnstrecke Altenkirchen-Au (Sieg)
An der alten Eisenbahnbrücke an der Bahnstrecke Altenkirchen-Au (Sieg), erbaut 1886, informierte Bruno Wahl die Gruppe über die Geschichte der Zugverbindung. Die Altenkirchener Bevölkerung wünschte sich diese Bahnlinie bereits seit 1861, da Au ein wichtiger Knotenpunkt der Strecke von Köln-Deutz nach Gießen war. Nachdem 1865 eine tägliche Postkutschenverbindung zwischen Altenkirchen und Au eingerichtet worden war, begann der Bau erst 1883. Im Mai 1887 nahm die Bahnverbindung ihren Betrieb auf.
Rückweg und Dank
Von Dieperzen aus schlug die Gruppe die Richtung zum Dieperzberger Kopf ein. Von dort führte der Weg durch den Wald zurück zum Parc de Tarbes. Am Ende der Wanderung dankte Wanderführer Bruno Wahl der Gruppe für ihr vorbildliches Verhalten. Auch Bürgermeister Ralf Lindenpütz bedankte sich beim Wanderausschuss der Stadt Altenkirchen für die gelungene und gut vorbereitete Wanderung. (PM/bearbeitet durch Red) |
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