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| Nachricht vom 20.10.2026 |
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| Region |
| Kamera an der B 8 bei Birnbach: Kein stationärer „Blitzer“, sondern Dauerzählstelle |
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| Die einen rümpfen wohl die Nase mit der Assoziation "Blitzer" angesichts der auf einem Stahlpfosten zu erkennenden Kamera, anderen wiederum ist das elektronische Bauteil inklusive grauen Kastens an der B 8 zwischen Helmenzen-Oberölfen und Birnbach womöglich noch gar nicht aufgefallen. |
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Birnbach. Um es vorweg zu sagen: Die aus einem grauen Schaltkasten, einer an einem Stahlpfosten montierten Kamera und diversen Kontaktschleifen, die beide Fahrstreifen kreuzen, bestehende Einheit an der B 8 zwischen Helmenzen-Oberölfen und Birnbach (rechter Straßenrand Fahrtrichtung Altenkirchen) dient nicht der Überführung von Autofahrern, die in dieser auf 70 Kilometer/Stunde beschränkten Zone zu schnell unterwegs sind. Vielmehr verbirgt sich hinter der Anordnung eine Dauerzählstelle, die die einstmals an Leitpfosten montierten Vorgängerversionen ersetzt. Das optische Auge räumt im Zweifelsfall Unklarheiten im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz aus der Welt, die beim Überfahren der in die bituminöse Deckschicht eingelassenen Berührungsleitungen entstehen könnten. Beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Koblenz werden die Daten, die in beiden Fahrtrichtungen erhoben werden, schließlich gesammelt und ausgewertet. Im Frühjahr installiert, soll in den nächsten fünf Jahren zusammengetragen werden, wie stark die ehemalige „Hohe Straße“ in diesem Bereich genutzt wird - ob mit (einem) zwei, drei, vier oder mehr Rädern spielt keine Rolle. Beim LBM befasst sich, so die Homepage der Behörde, die Fachgruppe Verkehrs- und Bedarfsplanung mit der Vorbereitung, Organisation und Überwachung der Straßenverkehrszählungen auf den Bundesfernstraßen, im Auftrag der Autobahn GmbH in Rheinland-Pfalz auch für die Autobahnen, mit der Organisation und Überwachung der elektronischen Verkehrszählungen auf den Landes- und Kreisstraßen sowie weiterer flächendeckender oder projektbezogener Verkehrserhebungen, den Auswertungen der automatischen Dauerzählstellen, den verkehrswirtschaftlichen Bewertungen (z.B. zu Nutzen-Kosten-Analysen, Mautertrags- und Finanzierungsberechnungen), den Auskünften zu Verkehrsdaten, den Untersuchungen zu verkehrsplanerischen Grundsatzfragen und Sonderfragestellungen sowie der Beratung und Zusammenarbeit mit Kommunen und Gebietskörperschaften in Fragen der Verkehrsplanung. Darüber hinaus werden Eckwerte und Begleitdaten zum Verkehr in Rheinland-Pfalz gesammelt, erhoben, analysiert und unter anderem in Prognosen und Planungsinstrumenten wie der demografischen Verkehrsprognose Rheinland-Pfalz verarbeitet. Eine ähnliche Dauerzählstelle befindet sich inzwischen auch an der B 256 zwischen Horhausen und dem Abzweig nach Krunkel.
Historische Handelsstraße
Die historische Handelsstraße zwischen Frankfurt und Köln, auch Cölnische Hohe Heer- und Geleitstraße, verlief laut „www.altstrassen-in-hessen.de“ auf dem rechten Rheinufer von Frankfurt über Limburg durch den Westerwald nach Köln und den Niederlanden. Die ältesten Landstraßen führten in der Regel über die Gebirgsrücken, wo ein fester Untergrund das Fortkommen förderte, und wurden Hochstraße oder „Hohe Straße" genannt, da es in den Tälern noch selten fahrbare Wege gab. Die „Cölnische Straße" wurde schon im Jahr 812 als Werisdorfer Straße erwähnt, die sich zwischen Wörsdorf (gehört zu Idstein) und Walsdorf über die Höhen zog. Urkundlich wurden 1540 auf dieser Straße im Königsteinischen sechs Wagen, die Güter aus den Niederlanden für Straßburg, Augsburg und Nürnberg geladen hatten, überfallen und beraubt. Die Straße folgte weitgehend der heutigen B 8 und verband ursprünglich Frankfurt (Solmsstraße) über Rödelheim - Eschborn - (Klein-)Schwalbach - Königstein - Glashütten - Ems - Esch - Würges - Camberg - Erbach - Selters - Brechen - Lindenholzhausen - Limburg - Elz - Wallmerod - Freilinqen - Höchstenbach - Gieleroth - Altenkirchen - Weyerbusch - Uckerath - Siegburg mit Köln und erstreckte sich weiter bis in die Niederlande. (vh) |
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