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| Pressemitteilung vom 23.10.2026 |
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| Region |
| Grapefruit kann Wirkung von Medikamenten verändern |
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| Grapefruit und Grapefruitsaft können die Wirkung zahlreicher Medikamente verstärken oder abschwächen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät deshalb, den Verzehr während der Einnahme von Arzneimitteln mit einer Arztpraxis oder Apotheke abzuklären. |
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Rheinland-Pfalz. Grapefruit ist nicht nur als Saft beliebt, sondern findet sich zunehmend auch in Softdrinks, Mischgetränken und alkoholischen Getränken. Bei der Einnahme von verschiedenen Medikamenten können Stoffe aus der Grapefruit die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen. Besonders bekannt sind Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Senkung des Blutdrucks oder Cholesterinspiegels sowie bei Immunsuppressiva.
Grapefruit ist als Zitrusfrucht für ihr säuerliches, bitteres Aroma bekannt. Sie enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C, verschiedene B-Vitamine sowie die Mineralstoffe Kalium und Calcium. Einige Stoffe in der Zitrusfrucht können aber auch die Wirkung von Arzneimitteln stören. Deshalb ist von dem Verzehr bei der Einnahme von Medikamenten abzuraten. Bereits bei mehr als 50 Arzneimittelgruppen sind solche Wechselwirkungen, abhängig von dem jeweiligen Wirkstoff, bekannt. Bei Einnahme von Medikamenten sollte der Verzehr von Grapefruit vorher mit der Arztpraxis oder der Apotheke abgeklärt werden. Die Wirkung tritt bereits bei verzehrsüblichen Mengen von einem Glas Saft oder dem Verzehr der Früchte als solche ein. Es ist bislang unklar, welche Stoffe für den Effekt verantwortlich sind.
Wechselwirkungen mit der Anti-Baby-Pille möglich?
Bei den Wirkstoffen Ethinylestradiol und Levonorgestrel von der Anti-Baby-Pille findet sich manchmal ein Hinweis auf die Wechselwirkung mit Grapefruitsaft im Beipackzettel. Beispielsweise: "Grapefruitsaft kann die Plasmakonzentrationen von Estrogen oder Gestagen oder beiden erhöhen." Bisher gibt es keine ausreichende Datengrundlage, inwieweit diese mögliche Wechselwirkung das Risiko für Nebenwirkungen der Verhütungsmethode erhöht oder den Verhütungsschutz beeinträchtigt.
Zeitliche Trennung bietet keinen Schutz vor Wechselwirkungen
Es ist nicht möglich, durch die zeitliche Trennung der Einnahme und des Verzehrs der Zitrusfrüchte die Wechselwirkungen zu umgehen, da der Einfluss auf den Stoffwechsel über mehrere Tage anhält.
Die Wirkung von Grapefruit im Körper
Stoffe in der Grapefruit beeinflussen die Aktivität von Enzymen in der Leber und dem Darm. Dadurch werden Wirkstoffe langsamer abgebaut, sodass verstärkte Wirkungen oder unerwünschte Nebenwirkungen möglich sind. Auch eine abschwächende Medikamentenwirkung ist je nach Wirkstoff durch eine veränderte Verstoffwechselung möglich.
Orangen und Mandarine sind nicht betroffen
Orangen und Mandarinen gelten im Hinblick auf die typischen Grapefruit-Wechselwirkungen als unbedenklich. Auch sie liefern Vitamin C, Kalium und Calcium sowie Folsäure und antioxidative Flavonoide. Der Gehalt an diesen Inhaltsstoffen ist besonders hoch in der weißen Schicht zwischen Schale und Fruchtfleisch. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 23.10.2026 |
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