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Pressemitteilung vom 25.10.2026
Rheinland-Pfalz
HwK Koblenz: Jennifer Groß taucht in die Praxis der dualen Ausbildung ein
Die neue Staatssekretärin des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums, Jennifer Groß, besuchte erstmals die Berufsbildungszentren der Handwerkskammer Koblenz. Dabei zeigte sie sich beeindruckt von der modernen Technik und den vielfältigen Möglichkeiten, die das Handwerk bietet.
Jennifer Groß mit ihrem Konterfei auf Holz. (Foto: Dagmar Schweickert)Koblenz. Bei ihrem Antrittsbesuch bei der Handwerkskammer Koblenz erlebte Jennifer Groß die Praxis der dualen Ausbildung hautnah. Sie probierte einen Schweißsimulator aus, beobachtete angehende Kfz-Mechatroniker und erhielt in den Tischlerwerkstätten ein gelasertes Brett mit ihrem Konterfei. Als langjährige Lehrerin und Landtagsabgeordnete sowie Mutter zweier Kinder bringt Groß eine eigene Perspektive auf Bildungsfragen mit und hat zudem eine persönliche Verbindung zum Handwerk durch ihre Herkunft aus einer Tischlerfamilie.

Der Rundgang durch die Ausbildungswerkstätten mit HwK-Präsident Kurt Krautscheid, Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich und Geschäftsführer Bernd Hammes führte sie zu den Elektrotechnik-Meisterschülern und den Kfz-Mechatronikern im dritten Lehrjahr. Besonders beeindruckt war sie vom Innovationsraum, der Zukunftstechnologien praxisnah präsentiert.

Innovationskraft des Mittelstands
Im anschließenden Gespräch betonten Hellrich und Krautscheid die Innovationskraft des Mittelstands. Krautscheid erklärte: "Kurze Wege, Flexibilität und lösungsorientiertes Handeln ermöglichen es unseren Handwerksbetrieben, Ideen schnell umzusetzen." Auch die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz für die moderne Arbeitswelt wurden thematisiert.

Mit Blick auf den Nachwuchs berichtete Krautscheid von einem wachsenden Interesse junger Menschen am Handwerk. Kleine Betriebe seien besonders attraktiv, da Jugendliche sinnvolle Tätigkeiten im Team suchten. Bernd Hammes ergänzte, dass mehr Abiturienten und gute Realschüler sich für handwerkliche Ausbildungen entscheiden. Groß interessierte sich dafür, wie Schulen unterstützen könnten. Es wurde deutlich, dass Betriebe oft schulische Defizite auffangen müssen, während sie gleichzeitig mehr Eigeninitiative von Auszubildenden erwarten.

Offenheit für Neues
Auch die internationale Nachfrage nach dem dualen Ausbildungssystem und die Anerkennung beruflich erworbener Kompetenzen ohne reguläre Ausbildung wurden diskutiert. Für die Zukunft des Handwerks sei Offenheit für Neues ebenso wichtig wie Leistungsbereitschaft und der Wille zur Weiterentwicklung. Abschließend lobte Jennifer Groß die Berufsbildungszentren: "Diese Werkstätten der HwK sind nicht nur Orte, an denen Fachwissen vermittelt wird. Sie zeigen auch ganz praktisch, wie eng Bildung, technische Innovation und die Zukunft der jungen Menschen hier miteinander verbunden sind." (PM/Red)
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