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| Pressemitteilung vom 27.10.2026 |
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| Region |
| Namentlicher Neustart an der Realschule plus Daaden-Herdorf |
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| Ein Jahr nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Hermann Gmeiner erinnert an der Realschule plus in Daaden auch äußerlich nichts mehr an den früheren Namensgeber. Die Schule trägt nun den Namen Realschule plus Daaden-Herdorf und will ihr soziales Engagement fortsetzen. |
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Daaden. Kein Hinweis mehr am Schulgebäude, keiner auf der Homepage, die Stempel sind ausgetauscht und auch (fast) alle E-Mail-Adressen: Genau ein Jahr nach dem Bekanntwerden der schweren Missbrauchsvorwürfe gegen den Gründer der SOS-Kinderdörfer erinnert an der Realschule plus in Daaden nun auch "optisch" nichts mehr an den Namen Hermann Gmeiner. Das wiederum heißt nicht, dass die Verantwortlichen erst jetzt reagiert hätten. Ganz im Gegenteil: Bereits wenige Tage nach den Presseberichten war die Schulgemeinschaft auf Abstand gegangen: Einstimmig hatte die Gesamtkonferenz beschlossen, den Namen abzulegen - und überhaupt keine Person mehr aufzunehmen. Stattdessen steht die "Realschule plus Daaden-Herdorf" für ihre regionale Verwurzelung und Verbundenheit.
Tobias Gerhardus als Erster Kreisbeigeordneter, in dessen Geschäftsbereich die weiterführenden Schulen fallen, nahm den speziellen Jahrestag zum Anlass, den Lehrkräften, Schülern und Eltern namens des Schulträgers und auch des Kreistags zu danken: "Der Anstoß zur Namensänderung kam nicht von der Verwaltung oder der Politik, sondern von der Schule selbst. Es war gut und richtig, dass dieser Schritt gegangen wurde. Die politischen Gremien haben das dann bis zum Kreistagsbeschluss im Dezember nur noch begleitet."
Und es war in dieser Zeit eben nicht nur ein Thema für die Erwachsenen: Finja Schneider, Klassensprecherin der 5b und damit erst seit kurzer Zeit an der Schule, hatte über ihre ältere Schwester von den Missbrauchsvorwürfen erfahren: "Eigentlich hatte man gedacht, dass der Mann ganz nett war und Gutes tut. Dann aber hat man gemerkt, dass der Mann doch nicht so nett war."
Soziales Engagement bleibt bestehen
Der neue Name ändert viel, allerdings nichts am sozialen Engagement der Realschule plus. Daran ließen Schulleiter Thomas Giehl, Konrektor Lars Limbach und Ulrik Upgang als didaktischer Koordinator keinen Zweifel. In diesem Jahr standen turnusgemäß die Aktionstage zugunsten der "Lebenshilfe" im Kreis Altenkirchen an und 2027 wird wieder der große Basar durchgeführt, für den die Schule auch überregional bekannt ist. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass der Erlös beziehungsweise zumindest ein Teil weiterhin den SOS-Kinderdörfern zugutekommt. Denn mit "SOS-Kinderdörfer weltweit" habe man in den vergangenen Monaten sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet, betonte die Schulleitung - auch mit Verweis auf die intensive Aufarbeitung des dunklen Kapitels. "Und die Kinder selbst können ja nichts dafür", so Giehl. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 27.10.2026 |
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