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| Pressemitteilung vom 27.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Fossilienfund in der Westpfalz: 300 Millionen Jahre alte Skelette unterm Groß-CT |
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| In Rheinland-Pfalz sind Forscher einem spannenden Geheimnis aus der Urzeit auf der Spur. Zwei kürzlich entdeckte Skelette von urzeitlichen Vierfüßlern werden mit modernster Technik untersucht, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren. |
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Kaiserslautern. Nach dem Fund von zwei Urzeitfossilien in der Westpfalz wurden die rund 300 Millionen Jahre alten Skelette mit einer Groß-CT-Anlage der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) untersucht. Die Aufnahmen sollen klären, ob es sich um bisher unbekannte Arten oder gar eine neue Gattung handelt, erklärte Paläontologe Sebastian Voigt vom Urweltmuseum Geoskop. Besonders die Zähne könnten entscheidende Hinweise liefern. Das Ergebnis der Computertomographie (CT) steht noch aus.
Die Fossilien, entdeckt 2018 und 2019 am Remigiusberg bei Kusel, gehören zu den Diadectomorphen, vierbeinigen Lebewesen, die lange vor den Dinosauriern existierten. Bei einem der Tiere waren zunächst nur sieben Brustwirbel sichtbar. Das zweite Fossil wurde in über 200 Teilen geborgen; etwa 95 Prozent des Skeletts konnten gerettet werden.
Die entscheidenden Merkmale liegen im Gebiss der Fossilien. Um die Backenzähne freizulegen, müssten Teile des Gesichtsschädels zerstört werden, was für die Forscher nicht infrage kommt. Daher soll die Groß-CT zeigen, wie viele Zähne vorhanden sind und wie sie angeordnet sind. Die Diadectomorphen sind für die Evolutionsforschung besonders interessant, da frühe Vertreter räuberisch waren und spitze Zähne hatten, während spätere Formen Pflanzen zerkleinern konnten.
Erstmals wird ein solches urzeitliches Skelett mit einer Groß-CT-Anlage untersucht, die ursprünglich für Bauteile entwickelt wurde. Diese Technologie erlaubt es, meterdicke Strukturen zu durchleuchten, während frühere medizinische CTs nur wenige Millimeter tief eindringen konnten. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte dies den ältesten bekannten Vertreter der pflanzenfressenden Diadectomorphen am Remigiusberg nachweisen.
(dpa/bearbeitet durch Red)
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