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| Pressemitteilung vom 27.10.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Hochwassergefahr in Rheinland-Pfalz: Wie sicher ist Ihr Zuhause? |
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| Ein neues Online-Portal bietet Bürgern in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, sich über die Hochwassergefährdung ihrer Wohnhäuser zu informieren. Umweltministerin Christine Schneider (CDU) betont die Bedeutung der Eigenvorsorge. |
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Mainz. Um Hausbesitzer und Mieter in Rheinland-Pfalz besser auf Hochwassersituationen vorzubereiten, hat Umweltministerin Christine Schneider das Portal "Hochwasser-Risiko-Check" vorgestellt. Mit diesem Tool können Nutzer herausfinden, ob ihr Zuhause bei Starkregen oder Hochwasser gefährdet ist und welche Maßnahmen sie ergreifen sollten.
Das Portal bietet individuelle Tipps für Mieter und Eigentümer, die ausgedruckt werden können. Nach Eingabe der Adresse und Beantwortung eines Fragebogens zeigt das System, wie stark eine Immobilie von Überflutungen betroffen sein könnte und gibt Empfehlungen zur Vorsorge. Die Ratschläge sind in drei Kategorien unterteilt: Schutz des Hauses, richtiges Verhalten im Ernstfall und Absicherung des Risikos. "Nutzen Sie jetzt die hochwasserfreie Zeit und betreiben Sie Vorsorge", mahnte Ministerin Schneider.
Die technische Grundlage des Portals basiert auf dem sogenannten Hydrozwilling, einem bereits Anfang des Jahres vorgestellten Projekt. Ursprünglich für Kommunen entwickelt, wurde es nun für die allgemeine Bevölkerung vereinfacht. Das System arbeitet mit einem Fragebogen, der 15 bis 20 Fragen umfasst, und kalkuliert stets das schlimmstmögliche Szenario. Die Entwicklung des Portals kostete rund 300.000 Euro.
Kommunen in Rheinland-Pfalz nutzen den Hydrozwilling bereits zur Simulation von Starkregenereignissen. Laut Ministerium haben 80 Prozent der Kommunen innerhalb von zweieinhalb Monaten Zugang erhalten. Städte wie Pirmasens und der Westerwaldkreis nutzen das Programm, um Bürgerinnen und Bürger zu beraten und die lokale Situation einzuschätzen. Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises betonte die Wichtigkeit der Sensibilisierung für das Thema.
Neben dem Schutz von Wohngebäuden wird auch die Sicherheit kritischer Infrastrukturen untersucht. Pirmasens verwendet das System, um entsprechende Schutzmaßnahmen zu planen. Im Westerwaldkreis setzt die Stabsstelle Brandschutz und Rettungsdienst das System ein, um etwa die Befahrbarkeit von Zuwegen bei Starkregen zu prüfen. Auch die Feuerwehr Trier nutzt eigene Karten, da diese detaillierter seien als das aktuelle Angebot des Hydrozwillings. Für die Kreisverwaltung Ahrweiler ist das Portal nur eines von vielen Instrumenten, die bei Bauverfahren und anderen Planungen eingesetzt werden. (dpa/bearbeitet durch Red)
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