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Pressemitteilung vom 29.10.2026
Region
Verblasste Erinnerungen: Das verschwundene Andachtsplätzchen von Wissen
In den 1930er Jahren entstand an der Koblenzer Straße in Wissen ein "stimmungsvolles Plätzchen", das von Arbeitslosen und Invaliden der Wissener Hüttenkolonie gestaltet wurde. Heute erinnert kaum noch etwas an diesen Ort, der einst zur stillen Einkehr einlud.
Wissener Hüttenkolonie an der Koblenzer Straße auf einem Luftbild vom Herbst 2016. Hier wohnten einst Beschäftigte der Alfredhütte. In den 1930er Jahren errichten sie ein Kreuz am Weg hinauf auf die Köttingerhöhe. (Fotos: Archiv Bernhard Theis)Wissen. In einem Presseartikel aus den 1930er Jahren wird von einem "stimmungsvollen Plätzchen" berichtet: Arbeitslose und Invaliden der Wissener Hüttenkolonie erschufen oberhalb der Deubach am Weg nach Köttingen ein Andachtsplätzchen. Dabei erneuerten sie ein altes Kreuz, das zuvor den Witterungseinflüssen zum Opfer gefallen war. Das Kreuz, ein Symbol des christlichen Glaubens, wurde in einen Betonsockel eingelassen und mit einem wetterfesten Anstrich versehen. Eine eindringliche Inschrift mahnt: "Rette deine unsterbliche Seele".

Neben dem Kreuz errichteten die Männer eine Kniebank für stille Gebete sowie eine Ruhebank im Tannenwald, die zu einer ungestörten Betrachtung einlädt. Von dort aus konnte man nicht nur das Kreuz, sondern auch die umliegende Natur bewundern. Die Heimatzeitung zollte den Männern Anerkennung für ihre tief religiöse Gesinnung und ihren Einsatz.

Das Kreuz stand am Köttinger Weg etwa 30 Meter oberhalb der Einmündung der Straße In der Deubach. Eine Karte aus den 1960er Jahren zeigt es noch an dieser Stelle. Aufgrund der heutigen Bebauung ist von diesem Ort jedoch nichts mehr zu sehen. (PM/Red)
 
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