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| Nachricht vom 03.11.2026 |
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| Region |
| Pflegereform sorgt für Unruhe bei Diakonischen Diensten |
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| Die geplante Pflegereform stößt bei den Ambulanten Diakonischen Diensten und der Ökumenischen Sozialstation Betzdorf-Kirchen auf Widerstand. Die Reform könnte erhebliche Auswirkungen auf die Pflegeversorgung und die Arbeitsplätze im Hauswirtschaftsdienst haben. Warum die Neuregelung so umstritten ist, erfahren Sie hier. |
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Siegen/Betzdorf. Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) wird von den Ambulanten Diakonischen Diensten (ADD) und der Ökumenischen Sozialstation Betzdorf-Kirchen stark kritisiert. Die Neuordnung könnte dazu führen, dass wichtige Entlastungen im Alltag für Pflegebedürftige entfallen und Beschäftigte im Hauswirtschaftsdienst ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Geschäftsführer beider Gesellschaften, Steffen Weinbrenner, äußert sich besorgt: "Für viele pflegebedürftige Menschen ist die hauswirtschaftliche Unterstützung eine entscheidende Voraussetzung dafür, möglichst lange im eigenen Zuhause leben zu können."
Derzeit beträgt der Entlastungsbetrag für Menschen mit Pflegegrad 1 bis 5 monatlich 131 Euro. Ab dem 1. Januar 2027 soll dieser Betrag für Menschen mit Pflegegrad 1 wegfallen. Für die Pflegegrade 2 bis 5 ist geplant, den Entlastungsbetrag in ein neues Sozialraumbudget zu überführen, das jedoch nicht für Leistungen von ambulanten Pflegediensten verwendet werden darf. In vielen Regionen fehlen noch die notwendigen Strukturen, um diese Änderungen umzusetzen.
Weinbrenner warnt: "Tritt die Neuregelung in Kraft, so werden wir gezwungen sein, Kündigungen auszusprechen." Bei der ADD und der Ökumenischen Sozialstation Betzdorf-Kirchen sind insgesamt 220 Beschäftigte tätig, die hauswirtschaftliche Leistungen für rund 1750 pflegebedürftige Menschen erbringen. Petra Hartmann, Pflegedienstleiterin der Diakonie-Station Freudenberg, berichtet von Mitarbeiterinnen, die häufig alleinerziehend sind und um ihre Existenz bangen. Andrea Scholl, Pflegedienstleiterin der Diakonie-Station Siegen-Mitte, ergänzt: "Der Großteil unserer Klienten ist auf den Hauswirtschaftsdienst angewiesen."
Die ADD unterstützen die Forderung der Freien Wohlfahrtspflege NRW, die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen sorgfältig zu prüfen und die langfristige Sicherung der ambulanten Versorgung in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen zu stellen. Red
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