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Pressemitteilung vom 06.11.2026
Region
Bahnübergang Marzhausen soll erst 2027 erneuert werden
Die Verkehrsprobleme am Bahnübergang Marzhausen dauern an. Auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Harald Orthey teilte die Deutsche Bahn mit, dass eine schnelle 1:1-Erneuerung wegen der Unfallzahlen nicht möglich sei.
Foto: PrivatMarzhausen. Am Bahnübergang Marzhausen kommt es weiterhin regelmäßig zu langen Wartezeiten und Rückstaus auf der Bundesstraße 414. Der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey (CDU) hat sich deshalb bei der Deutschen Bahn nach dem Stand der geplanten Erneuerung erkundigt.

Ausgangspunkt war eine Mitteilung der Bahn aus dem März dieses Jahres. Darin hatte das Unternehmen erklärt, gemeinsam mit der Straßenverkehrsbehörde des Westerwaldkreises und dem Planer der Herstellerfirma an einer regelkonformen sogenannten 1:1-Erneuerung der bestehenden Anlage zu arbeiten. Dafür sollte unter anderem eine Zehn-Jahres-Unfallstatistik ausgewertet werden, die bei der Polizeiinspektion Hachenburg angefordert worden war.

Orthey wollte wissen, ob die Unfallstatistik inzwischen vorliegt, ob die Erneuerung beauftragt werden konnte und wann mit der Wiederherstellung des regulären Betriebs zu rechnen sei.

Keine schnelle 1:1-Erneuerung möglich
Nach Angaben der Deutschen Bahn ist der Versuch einer schnellen 1:1-Erneuerung gescheitert. Die ausgewertete Zehn-Jahres-Unfallstatistik habe eine erhöhte Unfallrate ergeben. Deshalb dürfe die bestehende Anlage nicht durch eine baugleiche Lösung ersetzt werden. Stattdessen müsse die Erneuerung in der bereits planfestgestellten Variante erfolgen.

Die Bahn steht dazu nach eigenen Angaben in engem Austausch mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez. Ziel sei es, die Umsetzung der genehmigten Planung möglichst zügig voranzutreiben. Einen zeitnahen Abschluss stellte das Unternehmen jedoch nicht in Aussicht. Derzeit ist die Erneuerung des Bahnübergangs für das Jahr 2027 vorgesehen.

Damit dürften die Einschränkungen und Verkehrsbelastungen für die betroffenen Verkehrsteilnehmer noch längere Zeit andauern. Eine kurzfristige Lösung ist nach der Antwort der Bahn derzeit nicht zu erwarten. PM/Red
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