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Bätzing-Lichtenthäler fordert Aufklärung vom ZDF
Aufgrund der Befürchtung, dass es im Rahmen der ZDF-Sendung „Wetten dass..?“ zur Einbindung von Schleichwerbung gekommen ist, fordert die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die selbst Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist, Aufklärung.
„Die Vorwürfe von Schleichwerbung bei Sendungen des ZDF gehören geprüft und aufgeklärt. Die entsprechenden Verträge müssen transparent gemacht und vorgelegt werden“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, selbst Mitglied im ZDF-Fernsehrat.
Das Magazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, dass es vertragliche Verquickungen zwischen dem Bruder von Thomas Gottschalk mit seiner Firma Dolce Media, namhaften Firmen und der Sendung „Wetten dass..?“ gab. Die Verträge zwischen der Dolce Media und den Drittfirmen sollten sicherstellen, dass Produkte in der beliebten Samstagabendsendung bestens präsentiert werden.
„Das kann das ZDF nicht hinnehmen. Ich habe an den Vorsitzenden des Fernsehrates, Herrn Ruprecht Polenz, geschrieben, und erwarte, dass dieses Thema kurzfristig auf die Tagesordnung kommt“, so Bätzing-Lichtenthäler weiter. Wichtig ist ihr, dass das ZDF seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird.
Bätzing-Lichtenthäler ist im ZDF Fernsehrat Mitglied im Programmausschuss Programmdirektion. Der ist zuständig für das Programmschema und auch für Beschwerden von Zuschauern. Von daher hatte sie keinen Einblick in Verträge. Trotzdem fühlt sie sich als Mitglied des Fernsehrates verantwortlich, dass Schleichwerbung nicht vorkommen darf.
„Es muss geklärt werden, was gelaufen ist. Für die Zukunft ist unabhängig davon auf jeden Fall abzusichern, dass im ZDF zweifelsfrei keine Schleichwerbung gemacht werden kann“, so die Abgeordnete. Ihrer Auffassung nach darf beim Zuschauer nicht der Eindruck entstehen, dass das ZDF ein Produkt empfiehlt. Das ist bei Gewinnspielen manchmal schwierig, sollte aber sensibel gehandhabt werden. Auf jeden Fall gehört das Thema auf die Tagesordnung im ZDF Fernsehrat.
Nachricht vom 16.01.2013 www.ak-kurier.de