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Literarische Workshops mit Stefan Gemmel
Wie entsteht ein Kinderbuch? Wie entwickelt man einzelne Figuren? Und wie kitzelt man die eigenen dichterischen Fähigkeiten hervor? Nur drei Fragen, denen die literarischen Workshops mit Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel auch in diesem Jahr auf den Grund gingen.
Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel ließ sich bereitwillig in die (Autoren-)Karten schauen.Betzdorf. Insgesamt 90 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 und 7 am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf durften auch in diesem Jahr wieder an den literarischen Workshops mit Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel teilnehmen. „Lustig, lehrreich und superinte-ressant!“ So und ähnlich lauteten die Kurz-Feedbacks der 60 Workshopteilnehmer aus den 6. Klassen. In der Tat erfuhren die Sechstklässler auf abwechslungsreiche Weise eine Menge dar-über, wie ein Buch entsteht, wie die einzelnen Figuren konzipiert werden, wie mit Hilfe von Spie-ler und Gegenspieler eine spannungsreiche Handlung aufgebaut werden kann, und übten sich schließlich darin, wie man selbst eine gute Geschichte beginnen kann. Gemmel ließ sich dabei wie immer bereitwillig in die (Autoren-)Karten schauen und ging auf die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler intensiv ein.

„Gedichte sind eigentlich richtig cool!“ - Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kamen die Schülerin-nen und Schüler der Klasse 7sp während des Lyrik-Workshops mit Gemmel. Sechs Schulstun-den lang beschäftigten sich die Siebtklässler, die eine der sprachlichen Schwerpunktklassen am Betzdorfer Gymnasium besuchen, zusammen mit ihrer Deutschlehrerin Judith Kaiser-Rübsamen mit dem Thema „Gedichte“. Im Anschluss an die nicht nur sehr unterhaltsame, sondern auch informative Einführung in das komplexe Themenfeld der Gedichte durften sich die Schüler selbst ausprobieren: Gemmel breitete zahlreiche Tier- und Landschaftsfotografien aus, die den Schü-lern als Anregung für ihre lyrischen Eigenproduktionen dienten. Jeder suchte sich im Stillen ein Motiv, das ihn oder sie besonders berührte, als Anregung für einen eigenen lyrischen Text aus. Dabei durfte, musste aber nicht gereimt werden, denn bekanntlich reimen sich moderne Gedichte oft gar nicht mehr. Verboten war es aber auf alle Fälle, die auf dem Foto sichtbaren Objekte zu beschreiben, denn die Gedichte sollten ja keine Bildbeschreibungen werden. Ziel war es viemehr, einen stimmungsmäßig passenden Paralleltext zum jeweiligen Bild zu erdichten. Trotz anfängli-cher Skepsis, ob die Aufgabe zu bewältigen sei, brachten die Schülerinnen und Schüler respek-table lyrische Versuche zu Papier. Schön war es, mit anzusehen, wie mit dem Schreiben auch das Selbstvertrauen in die eigenen „dichterischen“ Fähigkeiten wuchs. Viel Freude machte es den Kindern auch, bei der Schlusspräsentation die Mitschüler raten zu lassen, auf welches Bild sich das eigene Gedicht bezog. In den nächsten Wochen wird noch an den Texten gefeilt wer-den, bevor sie dann vielleicht auch einmal der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die Workshops sind Teil des Förderkonzepts der Schule im sprachlich-literarischen Bereich. Auch in diesem Jahr wurden sie wieder großzügig vom Verein der Ehemaligen, Freunde und Förderer des Gymnasiums unterstützt.
Nachricht vom 09.02.2013 www.ak-kurier.de