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Hohes Entlassungsrisiko für Beschäftigte im Kreis
Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nun mitteilte, besteht für Beschäftige im Landkreis Altenkirchen ein hohes Entlassungsrisiko. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden 11,56 Prozent der regulär Beschäftigten arbeitslos.
Kreis Altenkirchen. 3.971 Menschen haben in 2012 im Landkreis Altenkirchen ihren Job verloren und sind arbeitslos geworden. Die sozialversicherte Beschäftigung hingegen ist gestiegen um 0,5 Prozent auf rund 34.300 im Herbst letzten Jahres. Dieser Beschäftigungsanstieg hat das Entlassungsrisiko der Beschäftigten aber nicht grundlegend ändern können. Gemessen am Beschäftigungsstand in der Region sind immerhin 11,56 Prozent der regulär Beschäftigten im Laufe des vergangenen Jahres arbeitslos geworden.
Trotz der Arbeitgeberklagen über Fachkräftemangel ist in vielen Betrieben Heuern und Feuern immer noch an der Tagesordnung. Deutlich unterdurchschnittlich ist das Risiko der Arbeitslosigkeit für Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe; hier haben im Laufe des vergangenen Jahres rund 800 Menschen bzw. 6,45 Prozent der sozialversichert Beschäftigten den Job verloren.

Überraschenderweise ist das Entlassungsrisiko im Gastgewerbe deutlich höher als im Baugewerbe. 636 sozialversicherte Beschäftigte wurden im Gastgewerbe zuletzt gezählt, während in 2012 zugleich in dieser Branche 121 Beschäftigte den Job verloren haben. Im Schnitt hat damit im Gastgewerbe im Landkreis knapp ein Fünftel der Beschäftigten im Laufe des Jahres den Job verloren. Dies zeigt, in welch starkem Maße in diese Branche eingestellt und entlassen wird. Für den Bau liegt die Entlassungsquote 2012 bei 15,56 Prozent.

Besonders schlecht ist nach DGB-Berechnungen die Situation im Verleihgewerbe. In keiner anderen Branche sind anteilig mehr Beschäftigte im Landkreis arbeitslos geworden. Absolut haben 704 Leiharbeitskräfte den Job verloren, bei insgesamt nur knapp 641 Beschäftigten im Verleihgewerbe, das heißt mehr als 100 Prozent der Leiharbeitskräfte wurden im Verleihgewerbe über Arbeitslosigkeit ausgetauscht. Im Verleihgewerbe ist das Entlassungsrisiko damit mehr als fünfmal so hoch wie in den anderen risikobehafteten Branchen (Bau- und Gastgewerbe). Dies zeigt, in welch starkem Maße personalpolitische Risiken der Verleiher auf die Leiharbeitskräfte und die sozialen Sicherungssysteme verlagert werden.
 
Nachricht vom 31.05.2013 www.ak-kurier.de