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Schleckerräuber - das Phantom
Mit einem neuen Phantomfoto versucht jetzt die Polizei, das Phantom Schleckerräuber zu fassen. Inzwischen hat der Unbekannte 29 Schlecker-Märkte überfallen. Eine heiße Spur giebt es immer noch nicht.
schleckerräuber phantombildRegion. 29 Raubüberfälle auf Schleckermärkte in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen gehen mittlerweile auf das Konto des unbekannten Serientäters. Der Polizei liegt inzwischen ein neues Phantomfoto vor. In einer Pressekonferenz der Polizeidienststellen von Rheinland Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen am 4. März in Hürth wandte sich die Polizei bei der Fahndung nach dem Täter an die Öffentlichkeit. Mit der Veröffentlichung des aktuellen Phantomfotos erhofft sie sich weitere Hinweise. Das Phantomfoto zeigt den Täter beim Überfall auf eine Schleckerfiliale in Hagen auf der Rembergstraße am 3.März.
Dort tauchte der Mann gegen 18.15 Uhr in der Filiale auf und bedrohte die allein anwesende 47-jährige Angestellte mit einem Messer. Er ließ sich das Bargeld geben und verließ das Geschäft.
Nach dieser Masche hat der Serientäter bisher alle 29 Überfälle verübt. Er erscheint zwischen 17 und 19 Uhr in den häufig ländlich gelegenen Filialen. Der Mann bedroht die meist allein anwesende Angestellte mit einem Messer und verlangt Bargeld. Das Geld lässt er sich geben oder in eine Tasche packen. Anschließend verlässt er das Geschäft. Der Mann tritt ruhig aber bestimmt auf.
Der Täter ist 30 bis 40 Jahre alt, 175 Zentimeter bis 185 Zentimeter groß, hat eine schlanke, sportliche Erscheinung und kurze, blonde Haare, wobei er die Frisur variiert. Er tritt gepflegt auf und spricht hochdeutsch. Bei allen Überfällen trug er bisher eine Brille, möglicherweise mit einem Metallgestell.
Der Täter war bei den Überfällen vermutlich mit einem dunklen Pkw-Kombi der Mittelklasse unterwegs.
Der bisher letzte Überfall, der dem Serientäter zugeschrieben wird, passierte am 5. März in Nentershausen. Dort erbeutete er einige hundert Euro Bargeld.
Seit der Öffentlichkeitsfahndung am 4. März gehen die Ermittler mehr als 135 Hinweisen nach. Die meisten der Hinweise beziehen sich auf die bisher veröffentlichten Phantomfotos. Bei 80 Hinweisen schließen die Kriminalbeamten einen Zusammenhang mit der Straftatenserie aus. Eine richtig heiße Spur haben die Ermittler bislang noch nicht. Deshalb hoffen sie auf weitere Hinweise durch die Veröffentlichung des neuen Phantomfotos.
Alle Informationen zur Raubserie und die Auflistung aller Taten finden Ssich auf den Internetseiten der Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis: www1.polizei-nrw.de/rhein-erft-kreis. In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen sind Ermittlungskommissionen eingerichtet worden, nachdem übereinstimmende Tatausführungen bei Raubüberfällen auf die Schlecker-Filialen erkannt wurden.
Hinweise bitte an die Polizei Mayen unter der Rufnummer 02651/801-0.
Nachricht vom 21.03.2008 www.ak-kurier.de