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Was ist normal - wo muss man eingreifen?
Das Netzwerk Familienbildung im Landkreis Altenkirchen bietet eine Fortbildungsveranstaltung am Donnerstag, 28. November, zum komplexen Thema kindliche Sexualität. Wie erkennen Erziehungsberechtigte sexuell übergriffiges Verhalten an und unter Kindern - wie geht man damit um?
Kirchen. Praxisnahe Informationen darüber, wo Doktorspiele enden und sexuell übergriffiges Verhalten beginnt, vermittelt die Fortbildung für Erzieher und Erzieherinnen, Tagespflegepersonen und alle Erwachsenen, die Kinder im Kindergarten- und/oder Vorschulalter betreuen. Dazu lädt das Netzwerk Familienbildung des Kreises Altenkirchen ein.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 28. November, von 18.30 bis 21 Uhr im Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchen, Lindenstraße 1, statt.
Die Erfahrungen in der Beratungsarbeit haben gezeigt, dass die Beobachtung sexueller Handlungen unter Kindern bei Eltern und wie auch Fachkräften mitunter zu großer Verunsicherung führt. Sexuelle Handlungen unter Kindern werden mitunter von den Erwachsenen sehr unterschiedlich bewertet.

Welche sexuellen Handlungen von den Erwachsenen als normal, besorgniserregend oder gar sexuell auffällig eingeschätzt werden, hängt oftmals von der persönlichen Erfahrung und Haltung, aber auch dem institutionellen Selbstverständnis ab. Stets sind es die Erwachsenen, die Mädchen und Jungen bei der Entwicklung ihrer selbstbestimmten Sexualität wesentliche Rückmeldungen geben und sie durch eine klare Orientierung entlang von „Spielregeln“ vor persönlichen Grenzverletzungen schützen müssen.

Sexuelle Grenzverletzungen unter Kindern können auch in pädagogischen Einrichtungen und hier gerade auch im Rahmen von Doktorspielen vorkommen. Hier ist es von großer Bedeutung, wie mit den beteiligten Kindern aber auch mit den Vätern und Müttern der Kinder gesprochen und gearbeitet wird.

Diese Veranstaltung, die im Rahmen des Netzwerkes Familienbildung im Landkreis Altenkirchen angeboten wird, bietet Informationen und Hilfestellungen, um ruhig und kindgerecht auf kindliche Doktorspiele im pädagogischen Alltag zu reagieren.
Konkrete Hinweise und Empfehlungen verdeutlichen, auf welche Signale die Erwachsenen bei sexuell auffälligem Verhalten achten sollten und welche Möglichkeiten sich gerade auch im Erziehungsalltag bieten, um auf die beteiligten Kinder zu reagieren.

Referentinnen des Abends sind Melanie Jung, Lucia Stupperich und Petra Baldus vom Kinderschutzdienst Kirchen – Verein Kinder in Not Kreis AK e.V..

Für die kostenfreie Teilnahme ist eine Anmeldung unter Telefon (02741) 9300-46 oder -47 oder per E-Mail unter hilfe@kinderschutzdienst.de erforderlich.
Nachricht vom 03.11.2013 www.ak-kurier.de