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Donnernder Applaus für ein Konzert mit Partystimmung
Gänsehautfeeling und Partyatmosphäre gleichzeitig - ist das möglich? In einem Konzert mit dem Hachenburger Gospelchor "Rise Up" auf jeden Fall. Dieser gab kürzlich zu seinem fünften Geburtstag zusammen mit der Band "Soulcreek" ein Konzert im Kulturwerk Wissen. Und beide Gruppen brachten den vollen Saal zum Toben.
In Strandkluft gab der Gastgeber \"Rise Up\" ein Neue-Deutsche-Welle Medley zum Besten. Fotos: prWissen. Über 600 Besucher waren ins ehemalige Walzwerk gekommen, um die beiden Formationen zu sehen - und das vor der beeindruckenden Kulisse dieser riesigen Industriehalle. Eine schönere und passendere Location hätte sich der Hachenburger Chor für seine Geburtstagsfeier nicht aussuchen können.
„Rise Up“, unter der Leitung einer energischen Birgit Keil, und „Soulcreek“ hatten ein abwechslungsreiches und intensives Programm auf die Beine gestellt, und sie wurden dabei von einer erstklassigen Band unterstützt. Im Wechsel gab es Gospel und Pop: Der Chor eröffnete seinen Part mit „Let my People go“. Und dann folgten mal gefühlvolle Gospels, bei denen sowohl Chor als auch beeindruckende Solisten ihre musikalischen Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten; mal animierten schwungvolle Songs die Besucher zum Mitsingen und Mitklatschen. Und die blieben nicht lange auf ihren Stühlen sitzen – der Saal bebte. Mitreißend und mitgerissen war der Chor, seine Chorleiterin ebenso. Und das Publikum stieg mit ein in diesen stimmgewaltigen Reigen.
Auch „Soulcreek“ beeindruckten mit einer vorzüglichen Songauswahl, hervorragenden Stimmen und Musikern. Titel wie „Toxic“ von Britney Spears oder „Ain´t nobody“ von Chaka Khan und „Empire State of Mind“ von Alicia Keys kamen gut beim Publikum an. Nicht zuletzt der flotte und gut aufeinander abgestimmte Wechsel zwischen Pop und Gospel sorgte an diesem Abend dafür, dass die Zuhörer überhaupt keine Pause zwischen den einzelnen Programmblöcken vermissten. So konnte der Stimmungsbogen ungestört gespannt werden. Derweil wurde an der Theke trotzdem ein Bier nach dem anderen gezapft, denn die Besucher konnten sich im Raum frei bewegen, und so fühlte sich das Konzert schon fast wie eine Party an.
Mit dem mitreißenden Rhythmus auf der Bühne und der ansteckenden Begeisterung der Sänger und Musiker, verstanden es „Rise Up“ und „Soulcreek“ nicht nur ein Konzert für die Besucher zu geben, sondern es mit ihnen gemeinsam zu gestalten. Dabei lebte der Auftritt des Chores auch von seinem Showcharakter, denn Sänger und Chorleiterin hatten zu jedem Thema auch gleich die passende Garderobe dabei: Hatten sie alle zunächst im Klassiker Schwarz-Weiß die Bühne betreten, so überraschten sie im nächten Block mit lässiger Strandkluft. Und das nicht zufällig, denn in einem Neue-Deutsche-Welle Medley durfte „Westerland“ von den Ärzten natürlich nicht fehlen. Und bei diesem Song standen die Westerwälder Sänger der berühmten Punkband in puncto Energie in nichts nach.
Am Ende versammelten sich noch einmal alle Künstler der beiden Gruppen auf der Bühne und mussten das Publikum mit ihrem „Get on your feet“ gar nicht mehr animieren – alles stand bereits bei den ersten Takten. „Born this way“ und „Hallelujah“ waren unter den letzten gesanglichen Leckerbissen, bevor der ganze Saal seinem Gastgeber mit stehenden Ovationen für dieses gelungene Konzert dankte. Doch natürlich ließ das Publikum den Chor nicht ohne Zugabe von der Bühne gehen, und so machte Michael Jacksons „Earth Song“ den krönenden Schluss eines Konzertes, das letztendlich nicht nur ein hörens- sondern auch ein sehenswertes Musikerlebnis war. Lucia Sabau

Weitere Infos: www.gospelchor-riseup.de

 
Nachricht vom 09.11.2013 www.ak-kurier.de