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Online-Schlichtungsstelle hat viel zu tun
In einer Pressemitteilung weist der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Wäschenbach auf die seit März bestehende Online-Schlichtungsstelle hin, die in Sachen Verbraucherschutz tätig ist. Das Konzept der Online-Schlichtungsstelle gilt als Modellprojekt und ist deutschlandweit aber auch auf EU-Ebene anerkannt.
Betzdorf. Im Weihnachtsgeschäft wurden Waren für mehrere Milliarden Euro über das Internet geordert. Wenn Ware nicht pünktlich ankam, fehlerhaft oder falsch geliefert wurde, konnte Ärger aufkommen.

Die Schlichtungsstelle für den elektronischen Geschäftsverkehr, gefördert auch vom Land Rheinland-Pfalz, hilft in diesen Fällen. Seit März 2013 stehen Online-Schlichter bereit, die in Streitfällen bei Onlinegeschäften vermitteln. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kunde aus Rheinland-Pfalz kommt oder ob das liefernde Unternehmen seinen Sitz in diesem Bundesland hat.

Mit dem Angebot eines Schlichtungsverfahrens werden Verbraucherinnen und Verbraucher unterstützt, auch bei kleineren Beträgen zu ihrem Recht und zu einer schnellen, neutralen Lösung zu kommen. Bislang führten die Verfahren in rund 70 Prozent der Fälle zu einer gütlichen Einigung und Umsetzung.

Das Konzept des Online-Schlichters ist sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene als Modellprojekt anerkannt und liefert wertvolle Erfahrungen und Anknüpfungspunkte für die weitere Entwicklung der Schlichtungskultur in Deutschland. So haben CDU, CSU und SPD vor kurzem im Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass der Online-Schlichter bundesweit einheitlich ausgeweitet werden soll.

Nach neuem EU-Recht soll diese Form der Schlichtung künftig auf fast alle Wirtschaftsbereiche ausgeweitet werden, entsprechende Qualitätskriterien wurden bereits festgelegt.
Die Schlichtungsstelle wird vom Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. in Kehl getragen und ist unter www.online-schlichter.de erreichbar. Weitere Informationen sind auch auf der Internetseite des Verbraucherministeriums unter www.mjv.rlp.de erhältlich.
Nachricht vom 30.12.2013 www.ak-kurier.de