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Fußball-Aktion beim Weltladen Betzdorf geht weiter
Der Betzdorfer Weltladen sammelt Spenden für eine besondere Aktion anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft. Auf dem Wochenmarkt wurden jetzt erste Zwischenergebnisse präsentiert. Es geht bei der Aktion um fair gehandelte Fußbälle und das Kinderrecht auf Spielen.
Bereits am Vormittag hatten sich zahlreiche Unterstützer der Aktion am Stand des Weltladens eingefunden, darunter auch die Abgeordneten aus Bund und Land. Foto: Linda WeitzBetzdorf. Mit einer ganz besonderen Aktion zeigte sich das Team des Weltladens in Betzdorf am Freitag auf dem Wochenmarkt. „Steilpass – für das Kinderrecht auf Spiel“ lautete das Motto, mit dem hier Ballspender gesucht wurden.

Gerade jetzt, während die Weltmeisterschaft in Brasilien läuft, ist das Thema Fußball allgegenwärtig. Das Spielen besonders von Mannschaftsaktivitäten wie Fußball, fördert die Kinder auf unterschiedliche Art und Weise. Sozialkompetenz, Verantwortungsbewusstsein, Fairness – all dies sind Eigenschaften, die Kinder auf spielerische Art und Weise lernen und die auch ihr weiteres Leben bestimmen.

Rund 80 Prozent der weltweit vertriebenen Fußbälle werden in Pakistan produziert. Wer einen Fußball aus fairem Handel erwirbt, kann mit seinem Kauf den Lohn einer Näherin um ein vielfaches steigern. Das Nähen von Bällen ist in der Region um die Stadt Siliakot die einzige Möglichkeit für Frauen, um Geld für die Familien zu verdienen. Alle fair gehandelten Bälle werden ohne jegliche Kinderarbeit hergestellt.

Um den fairen Handel zu unterstützen, gab es beim Weltladen mehrere Möglichkeiten. Der Kauf eines Fußballs „Copacabana“ zum Preis von 25 Euro zum Spielen zuhause – oder die Geldspende für einen Ball. Mit dieser Spende sorgt das Team des Weltladens dann dafür, dass Kinder in Brasilien, Bolivien, Ruanda, Haiti, El Salvador, Nicaragua und Sri Lanka Bälle zum Spielen erhalten, die unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Schon in den ersten anderthalb Wochen konnten so bereits über 50 Bälle für die entsprechenden Kinder (Straßenkinder und ehemalige Kindersoldaten) finanziert werden.

Bereits am Vormittag hatten sich am Stand auf dem Betzdorfer Wochenmarkt zahlreiche Unterstützer eingefunden. Hermann Reeh und seine Mitarbeiter vom Weltladen verteilten Flyer und informierten die Marktbesucher über die außergewöhnliche Aktion.

Auch Michael Wäschenbach (MdL), Horst Vetter (Mitglied des Stadtrates), Ulrike Ferdinand (Pastoralreferentin Dekanat Kirchen), Thorsten Wehner (MdL), Peter König (Kreisvorsitzender Piratenpartei) und Sabine Bätzing-Lichtenthäler (MdB) schlossen sich der guten Sache gerne an.
Die Aktion läuft noch bis zum Ende der Fußball-Weltmeisterschaft – im Weltladen in Betzdorf können also auch weiterhin Spenden abgegeben oder Fußbälle gekauft werden. (daz)

Nachricht vom 21.06.2014 www.ak-kurier.de