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Vier Tage in Bayern auf Kegeltour
Kegeltouren des Kegelclubs „Auf die Damen“, ein Männerclub mit zwölf gestandenen Männern aus Wissen und 40jähriger Tradition, sind Jahr für Jahr von besonderem Reiz. Denn erst mit der Abfahrt wird das Ziel der viertägigen Tour bekanntgegeben. Diesmal ging es zum Zielort Freising und das bayerische Umland.
Die Disziplin \"Maßkrug stemmen\" absolvierten die Wissener Kegelbrüder perfekt. Fotos: VereinWissen. Die Gemeinschaft freut sich nicht nur auf die regelmäßigen Kegelabende mit sportlichem und gesellschaftlichem Hintergrund, sondern vor allem mit Freude auf das erste September-Wochenende jeden Jahres. Dann lüftet sich das Geheimnis des von zwei Kegelbrüdern lange vorbereitete Ziel der Kegeltour.

Schon unterwegs konnten die Organisatoren ihr Geheimnis nicht bei sich behalten, wurden sie doch von den mit Rucksack, Bergschuhen, Wanderstöcken und weiteren Berg- und Wanderutensilien ausgerüsteten Kegelbrüdern stark bedrängt. Diese hatten in den Wochen vor der Tour aus angeblich gesicherter Quelle ein Ziel in den Bergen heraushören wollen und sich daher entsprechend ausgerüstet. Als dann der Zielort Freising genannt wurde, gab es ein Aufstöhnen, denn die mitgenommenen Bergsachen trugen in den Koffern schwer, ohne zum Einsatz zu kommen.

Die 1300 Jahre alte Bischofsstadt Freising in Altbayern ist die älteste Stadt an der Isar. Seine Sehenswürdigkeiten sind der Freisinger Domberg, die historische Altstadt und der Weihenstephaner Berg. Will man die Stadt als Besucher kennen lernen, geschieht dies am besten mit einem Stadtführer. An der Mariensäule auf dem Marienplatz, dem Zentrum der Innenstadt, trafen sich die Kegelbrüder gleich am Ankunftstag mit geschichtsfester Stadtführung und ließen sich zeitweise in eine Zeit weit mehr als 1000 Jahre zurückversetzen. Die Altstadt überzeugt mit ihren alten Bürger- und Domherrenhäusern, von der Gothik bis zum Barock, den schönen Fassaden, dem Rathaus im Stil der Renaissance, vieles aus der Stadtgeschichte und Stadtkunst begeisterte die aufmerksamen Besucher. Aber auch das moderne Freising mit vielen Spazier- und Wasserwegen, dem Rosenweg, der stolzen „Dame Elster“, den schönen Biergärten und charmanten Straßencafes der 47.000 Einwohner großen Stadt wusste zu gefallen.

Aus der Altstadt hinauf zum Freisinger Domberg stellt der Mariendom bei der Besichtigung einen besonderen Ort bayrischer Geschichte und Kultur dar. Hervorzuheben ist das beeindruckende Altarbild gemalt von Peter Paul Rubens im frühen 17. Jahrhundert.
Auf dem Freisinger Domberg studierte und lehrte zwischen 1945 und 1959 Josef Ratzinger. Er wurde im Dom mit seinem Bruder 1951 zum Priester geweiht. Später, von 1977 bis 1982, war er Erzbischof von München und Freising, bevor er 1982 in den Vatikan nach Rom berufen wurde. Von 2005 bis 2013 war er Papst Benedikt XVI.

Der Weihenstephaner Berg ist neben dem Domberg die zweite markante Erhebung Freisings. Ursprünglich eine Benediktinerabtei fand später dort die Brauerei Weihenstephan, die älteste Brauerei der Welt mit ihrer 1200 Jahre alten Braukultur, ihren Standort. Im Braustüberl ließen sich die Kegelbrüder Schweinshaxe, Schweinsbraten und Würstl mit Knödel und Kraut besonders munden. Das Weihenstephaner Weissbier wurde von den Kegelbrüdern zum Spitzenbier erkoren und auch reichlich genossen.

Zum Programm der Kegeltour gehörte auch die Besichtigung der Allianz Arena in München. Hier konnte die Besuchergruppe eintauchen in die Erlebniswelt des FC Bayern München. Die Erklärungen des Personals bei der Führung durch alle Bereiche der Arena führte bei den Kegelbrüdern mehrfach zu Kopfschütteln und Staunen. Nach der Besichtigung der beeindruckenden Fußballarena führte der Weg über den Marienplatz zum Besuch des Biergartens auf dem Viktualienmarkt und später in die Augustiner Braustuben, wo die Kegelbrüder nach dem Verzehr eines deftigen bayrischen Menüs mit einigen Maß Bier und einem doppelten Obstler auch gesangliche Qualitäten zeigen konnten.

Ein fünfstündiger Aufenthalt im Flughafen München verband Faszination und Wissenswertes über einen der modernsten Großflughäfen Europas. Spannende und fachkundige Erklärungen zur Geschichte und dem aktuellen Geschehen nahmen auf der Airport-Tour die zuvor sicherheitserkenntlich überprüften Kegelbrüder gerne entgegen. Dabei wurden ihnen, soweit zulässig, auch Einblicke in besonders gesicherte Bereiche gewährt sowie Sicherheitsmerkmale und -vorkehrungen erläutert. Bei dem hochinteressanten Besuch konnten sich die Wissener Freunde wie VIP`s fühlen, denn ein Kegelbruder von ihnen war über viele Jahre im Sicherheitsdienst des Airports München tätig und konnte noch auf gute kollegiale Beziehungen zurück greifen.

Die viertägige Kegeltour schloss mit einem Frühschoppen beim Weissbräu Huber in Freising. Organisator Michael Rödder wurde für das tolle Programm der Kegeltour und die ausgezeichnete Organisation herzlich gedankt. Seine Insiderkenntnisse und seine Verbindungen in der Region München-Freising hatten den Kegelbrüdern viele Türen geöffnet. Der zweite Organisator Heinz-Josef Wickler hatte den Part der Verpflegung übernommen und dies war ihm auch großartig gelungen.
       
Nachricht vom 03.10.2014 www.ak-kurier.de