AK-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen
Region
Betzdorf: Feuerwehren verhinderten Schlimmeres
Sonntag, 19. Oktober, gegen 19 Uhr löschten Einsatzkräfte der Feuerwehren Wallmenroth und Betzdorf den Dachstuhl eines Hauses in der Kölner Straße. Nachbarn hatten ein Feuer auf dem Dachstuhl und Hilfeschreie gemeldet. Verletzt wurde niemand. Ein Dachständer für Stromleitungen glühte und erzeugten einen Funkenregen.
Einsatz für die Wehren aus Betzdorf und Wallmenroth in der Kölner Straße. Fotos: Daniel PirkerBetzdorf. Relativ glimpflich lief ein Einsatz der Feuerwehren Wallmenroth und Betzdorf am Sonntagabend, 19. Oktober, gegen 19 Uhr in der Kölner Straße in Betzdorf ab, wie Betzdorfs Wehrführer Oliver Pfeifer am Ende des Einsatzes zusammenfasste.

Dabei mussten die Kräfte mit dem schlimmsten rechnen, als sie ausrückten. Nachbarn hatten Feuer auf dem Dachstuhl eines Hauses gemeldet – und Hilfeschreie. Sofort verschafften sich die Einsatzkräfte nach ihrem Eintreffen Zugang und brachen alle vier Eingangstüren auf. Mit Atemschutzmasken ausgerüstet prüften sie, ob sich noch jemand in den Zimmern aufgehalten hatte.

Schnell stellte sich dabei heraus, dass sich niemand in dem Gebäude befand. Bei dem Haus handelt es sich um ein seit Sommer leer stehendes Obdachlosenheim, das sich laut Pfeifer im Eigentum der Verbandsgemeinde befindet.

Der Dachstuhl brannte hingegen tatsächlich. Ein Ständer für Stromleitungen auf dem Haus glühte aus, Funken sprangen von oben herab. Immer wieder wurde der Dachständer abgelöscht, wie Pfeifer erklärte. Im Hausinneren stellten die Einsatzkräfte keine Brandentwicklung fest.

Das RWE schaltete den Strom in dem Straßenbereich ab, zwischen Pagnia und Mercedes Bald blieb es vorerst dunkel in den Häusern an der Kölner Straße. An den Technikern des Stromkonzerns lag es schließlich, die Leitungen auf dem Gebäude zu kappen. Gegen 19.50 rückte zu diesem Zweck ein Hubwagen von der Betzdorfer Außenstelle des RWE an.
Neben den rund 45 Einsatzkräften der Feuerwehren aus Wallmenroth und Betzdorf waren das DRK und Polizisten vor Ort.
Gefährlich hätte es für die Einsatzkräfte werden können, wenn die Leitungen des Daches abgebrannt und auf die Einsatzkräfte gefallen wären, wie Pfeifer erläuterte.

Interessante Randnotiz: Die Bewohner des Obdachlosenheimes wurden aus Brandschutzgründen im Sommer umgesiedelt. Denn die Treppen in dem Gebäude bestehen komplett aus Holz, wie Pfeifer erklärte. (ddp)
       
   
Nachricht vom 20.10.2014 www.ak-kurier.de