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Feuerwehr Kirchen leistete rund 3500 Stunden Ehrenamt
In der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchen blickte der Wehrführer Philipp Link jetzt mit den aktiven Mitgliedern auf das Jahr 2014 zurück, zugleich gab es einen Ausblick auf das Jahr 2015. Technische Hilfeleistungen verzeichneten die Einsatzkräfte insgesamt 12 und 34 Brandeinsätze.
Technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen gehören in den Einsatzalltag der Feuerwehren. Foto: FW KirchenKirchen. Im Vergleich zu den Vorjahren sank im Jahr 2014 die Einsatzzahl auf 65 (2013 waren es 70). Davon waren 12 Einsätze der Technischen Hilfeleistung zuzuordnen, 34 der Brandbekämpfung und in 19 Fällen war es die Feuerwehreinsatzzentrale, die zur Einsatzkoordinierung besetzt werden musste. Diese Einsätze beschränken sich jedoch nicht nur auf die Stadt Kirchen und ihre Stadtteile, sondern beziehen sich auf die gesamte Verbandsgemeinde.
Mit vielen Sonderfahrzeugen, wie der Drehleiter und dem Einsatzleitwagen rückt man oft zur Unterstützung anderer Wehren aus. In diesen Einsätzen fielen mit den jeweils eingesetzten Personen insgesamt 699 Stunden an. Zu den Einsatzstunden kommen im Feuerwehrdienst Stunden für Ausbildung, Übungen, Lehrgänge, Schulungen, Wartungen, technischen Dienst, Brandsicherheitswachdienste und Verkehrsregelungen, sodass die 43 aktiven Kameradinnen und Kameraden am Ende des Jahres auf über 3500 insgesamt geleistete Stunden ehrenamtliche Arbeit kommen.

Bereits in der Silvesternacht begann das Jahr 2014 mit der Unterstützung der Kameraden aus Niederfischbach als es in einer Gartenhütte zu einem Brand kam. Den kräftezehrendsten Einsatz hatten die Feuerwehren der Stadt Kirchen und viele weitere Einheiten beim Großbrand des Ausflugslokals Tüschebach in Niederfischbach. Hier waren die Kräfte mehr als zehn Stunden vor Ort und einige rückten sogar noch die darauf folgenden Tage zu Nachlöscharbeiten immer wieder an.
Ein Verkehrsunfall in Herkersdorf sah im ersten Moment schlimmer aus, als er sich im Nachhinein herausstellte. Der Verunfallte war schnell befreit und konnte zügig an den Rettungsdienst übergeben werden. Ebenso glimpflich ging die Meldung „Gasgeruch in Gebäude“ im August aus. Nachdem das gesamte Mehrfamilienhaus evakuiert wurde und die Feuerwehr mit Atemschutz und Gasmessgeräten vorging, konnte schnell Entwarnung gegeben werden. Die gemessene Menge Gas befand sich unter der gefährlichen Grenze. Zur Sicherheit standen aber alle Wehren der Stadt Kirchen in Bereitschaft. Bei einem Fahrzeugbrand in Wehbach im September brannte ein Auto auf der Landesstraße komplett aus, auch hier war aber glücklicherweise kein Personenschaden zu vermelden. Ein anderer PKW befand sich in einer glimpflichen Lage, als die Meldung „PKW droht abzustürzen“ auflief. Hier wurde das Auto schnell gesichert und die Insassin durch die Feuerwehr gerettet.

Hinzu zu diesen aufwendigen und teils außergewöhnlichen Szenarien kommen Einsätze wie Auslösungen von Brandmeldeanlagen, Kaminbrände, kleinere Waldbrände, Personensuchen und –rettungen, Türöffnungen und kleinere Brände oder Rauchentwicklungen.
Das Ehrenamt fordert viel von den aktiven Feuerwehrleuten. Viel Zeit wird investiert, um Einsätze abzuarbeiten, sich aus- und weiterzubilden, zu üben und Gerätschaften zu warten. Für diese geleistete Arbeit wurden 2014 aufgrund von Dienstjahren oder Lehrgängen neun Kameradinnen und Kameraden befördert.

Auch 2015 steht wieder Einiges auf dem Plan, von den normalen zweiwöchigen Dienstplanübungen und -unterrichten über Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene bis hin zu Zusatzausbildungen für spezielle Tätigkeitsbereiche.

Im Anschluss an den Rückblick der Aktiven berichtete Christoph Bähner über das vergangene Jahr der Jugendfeuerwehr. Aktuell hat die Jugendfeuerwehr 16 Jugendliche, die im Jahr 2014 mit ihren Betreuern und Jugendwarten viele Stunden ihrem Hobby nachgingen. Highlights waren da der Ausflug der Kreisjugendfeuerwehr in den Movie Park, der Berufsfeuerwehrtag, eine Ferienspaßaktion, und das Jubiläum der Jugendfeuerwehr Herdorf mit einer Wasserwand an der Heller.
Auch 2015 steht neben der Ausbildung eine Menge Spaß auf dem Plan: Ein Tagesausflug, dessen Ziel noch nicht genau feststeht, das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, das die Jugendfeuerwehr Kirchen gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Asdorftal ausrichtet, sowie die mittlerweile alljährliche gemeinsame Übung mit der aktiven Feuerwehr.
Aus den Reihen der Dekontaminationsgruppe des Landkreises Altenkirchen berichtete Teileinheitsführer Matthias Schäfer, dessen Gruppe aktuell 17 Kameraden bilden.

Wer Interesse daran hat, dies und den Rückblick des Fördervereins selbst zu hören, der ist herzlich eingeladen, am Freitag, 30. Januar ab 19.30 Uhr an der Jahreshauptversammlung des Fördervereins im Feuerwehrgerätehaus in der Katzenbacherstraße 83 in Kirchen teilzunehmen.
Besteht Interesse am aktiven Dienst in der Feuerwehr, kann sich jeder mittwochs ab 18.30 Uhr am Feuerwehrhaus einfinden oder sich vorerst über info@feuerwehr-kirchen.de informieren.
Nachricht vom 15.01.2015 www.ak-kurier.de