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Raiffeisen-Ehrenpreis an den Förderverein Altenzentrum verliehen
Ohne ihn gäbe es das Hammer Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Altenzentrum sicher nicht: den Förderverein des Heims. Dessen Vertreter wurden nun stellvertretend für alle 600 Mitglieder mit dem Raiffeisen-Ehrenpreis ausgezeichnet. Neben etlichen Verantwortlichen der Kommunalpolitik und der Vereine nahm auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Festakt teil.
Die Laudatio auf die Preisträger in Hamm hielt Ministerpräsidentin Malu Dreyer, sie von Bürgermeister Rainer Buttstedt eine Erinnerung an den Besuch in Hamm. Fotos: Daniel PirkerHamm. Das muss man Rainer Buttstedt lassen: Der VG-Bürgermeister von Hamm verstand es auf dem Festakt im Hammer Kulturhaus in seinem ganz eigenen Stil, die Besonderheit des Raiffeisen-Ehrenpreises hervorzuheben. Die Ehrung wurde nun zum dritten Mal ausgesprochen. Was laut Buttstedt auch schon das erste Unterscheidungs-Kriterium gegenüber den üblichen Auszeichnungen sei.

Immerhin würden Oscars oder gar Nobelpreise in festen Rhythmen verliehen. Der Raiffeisen-Ehrenpreis hingegen sei bis dato eben erst zweimal innerhalb von 15 Jahren vergeben worden. Die Ehrenordnung schreibe gar vor, dass es nur zehn lebende Preisträger geben dürfe. Daneben könne der Ausgezeichnete von sich behaupten, ein Unikat in den Händen halten zu dürfen, ein „individuelles Kunstwerk“, sagte Buttstedt. Und nach Trägern des Preises suche man nicht, weil sich ihre Verdienste geradezu aufdrängten. Und genau das sei der Fall beim Förderverein des Altenzentrums Hamm. Dessen Vertreter, unter anderem der Vereins-Vorsitzende Hans Schmidt, nahmen die Auszeichnung entgegen.

Was die Leistung des Vereins im Besonderen auszeichne, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Die Gründungsmitglieder hatten Anfang der 1990er die Initiative selbst in die Hand genommen und eine Anschubfinanzierung von einer halben Millionen Mark geleistet. Das Altenzentrum konnte schließlich 1997 eingeweiht werden. Nach Erreichung des Gründungs-Ziels habe sich der Verein nicht etwa aufgelöst. Stattdessen habe mit dem 2013 fertig gestellten Anbau konsequent eine nächste Etappe in seinem Wirken weiter verfolgt, blickte Dreyer zurück. Sie hob daneben den ebenfalls 2013 fertig gestellten Neubau für seniorengerechtes Wohnen hervor.

Alles in allem stehe der Verein in vorbildlicher Weise für zwei Themen, die Dreyer, der ehemaligen Demografie-Ministerin, besonders am Herzen lägen und unabdingbar für die Bewältigung der Zukunft seien: der ehrenamtliche Einsatz und die Gestaltung des demografischen Wandels.

Und beides kommt nicht ohne gewisse Herausforderungen aus, wie der Vorsitzende des Fördervereins, Hans Schmidt herausstellte. So hätten die Bemühungen des Vereins auch das „Bohren dicker Bretter“ mit sich gezogen. Gleichwohl: „Ohne Ehrenamt würde nur noch ganz wenig bis gar nichts mehr funktionieren.“

Der Raiffeisen-Ehrenpreis stelle für den Verein jedenfalls Ansporn und Motivationshilfe dar. Und ohne in Aktionismus verfallen zu wollen stellte Schmidt Ideen für die Zukunft vor, zum Beispiel reize ihn die Verwirklichung eines Mehrgenerationhauses. (ddp)

Info:
Der Ehrenpreis stelle eine „Symbiose aus der Freiheit und Leichtigkeit eines Schmetterlings mit der Geborgenheit eines Schneckenhauses dar“, erläuterte der Schöpfer der Auszeichnung, Manfred Wild, in seiner Rede. Damit stehe sein Kunstwerk symbolisch für das Hammer Altenzentrum, erklärte der mehrfach ausgezeichnete Edelstein-Künstler aus Kirschweiler. Um auch den heimischen Bezug zu verwirklichen, hatte er einen 160 Millionen alten versteinerten Ammoniten (ausgestorbene Kopffüßler) aus Madagaskar mit regionalem Schiefergestein kombiniert.

   
Nachricht vom 28.03.2015 www.ak-kurier.de