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Betzdorfer Schüler in Ross-on-Wye
Nachdem im letzten Jahr ein Besuch von englischen Schülern der John-Kyrle High School aus Ross-on-Wye in Betzdorf stattgefunden hatte, freuten sich 16 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums mit ihren Lehrerinnen Jennifer Judt und Rita Münzel auf den Gegenbesuch. Die Begegnung erfüllte alle Erwartungen der Schülerinnen und Schüler.
Auch mal Kleidung aus dem viktorianischen Zeitalter anziehen - das machte sichtlich Spaß. Fotos: SchuleBetzdorf. Die erfahrenen Schülerinnen und Schüler, die schon zum wiederholten Male am Austausch teilnahmen, gaben wertvolle Tipps und nahmen so den „neuen“ einige Ängste vor der Situation, ganz allein in einer fremden Familie zu sein und ausschließlich Englisch verstehen und sprechen zu müssen. Aber gerade diese Herausforderung war es wieder, die den Austausch von allen anderen Reiseformen unterschied und zu einem ganz besonderen Erlebnis werden ließ.

So hatten die Schüler sich viel zu erzählen, als sie sich zum ersten Mal wieder mit den anderen Teilnehmern der Gruppe trafen. Doch nicht nur die Begegnung in der Familie war spannend, sondern auch zu erleben, wie Schule in England organisiert ist, zum Beispiel zu sehen, wie streng die Lehrerinnen und Lehrer sind, wie sehr die Technik in der Schule Einzug gehalten hat und welche große Bedeutung der Sport in der Schule hat.

Darüber hinaus lernten die Schüler bei verschiedenen Ausflügen auch die nähere Umgebung der Partnerstadt Ross-on-Wye kennen. In Hereford besuchten sie die Kathedrale und konnten sich dort eine der ältesten Landkarten Europas ansehen. Der Weg nach Bristol führte am nächsten Tag durch das romantische Wye-Valley mit einem Stopp an den Ruinen von Tintern Abbey, einer Landschaft, die der englische Dichter William Wordsworth mit einem seiner Gedichte berühmt gemacht hat.

In Bristol selbst besichtigte die Gruppe die SS Great Britain, das erste Dampfschiff, das den atlantischen Ozean überquerte. In dem heutigen Museumsschiff konnten die Schülerinnen und Schüler sich ganz praktisch in das viktorianische Zeitalter zurück versetzt fühlen, als sie die Kabinen und die feinen Speisesäle besichtigten und sich – zu ihrem großen Vergnügen - Kleidung der feinen Damen und Herren des 19. Jahrhunderts anlegen durften.

Der Einblick in das Leben der Familien, das Erleben des Schulalltags und die Erkundung der Umgebung machten die Fahrt zu einer echten Begegnung mit den Menschen und ihrer Kultur. Darüber hinaus sind Freundschaften entstanden, die dank moderner Kommunikationstechniken eifrig gepflegt und vertieft werden können.
 
Nachricht vom 01.05.2015 www.ak-kurier.de