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Blutspenden retten Leben - Aufruf zum Weltblutspendetag
Am Sonntag, 14. Juni ist der 12. internationale Weltblutspendetag und dazu wird weltweit mit Kampagnen zu Blutspenden aufgerufen. Die Zahl der Blutspender ist seit Jahren rückläufig, vor allem fehlen junge Menschen, die regelmäßig zur den Blutspendetermine gehen. Dabei kann es Jeden treffen plötzlich auf eine Blutspende oder ein lebensrettendes Präparat aus Blut angewiesen zu sein.
Symbolfoto: AK-KurierKreisgebiet. Zum 12. Weltblutspendertag weist der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtages, Dr. Peter Enders, darauf hin, dass nur drei Prozent der Bevölkerung Blut spenden. Der Abgeordnete aus Eichen wirbt daher für die Blutspende: „Die Bedeutung der Blutspende muss stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Jeder kann einmal auf eine Blutspende angewiesen sein. Sie rettet Leben.“

„Auch wenn im Bereich der operativen Medizin der Blutbedarf durch blutsparende Methoden abgenommen hat, bleibt der Bedarf hoch, da die Menschen immer älter werden und zum Beispiel im Bereich der Onkologie zunehmend Blutprodukte benötigt werden. Hinzu kommt, dass die ins Spendenalter kommenden Jahrgänge seit Jahren zu den geburtenschwachen gehören und damit bei gleichbleibender prozentualer Spendebeteiligung der Bevölkerung die Gesamtspendezahl abnimmt. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle potentiellen Blutspender mit diesem wichtigen Thema beschäftigen.“

Blutspenden könne, so Enders, der auch Notfallmediziner ist, jeder Erwachsene von 18 bis 68 Jahren. Die Zulassung von älteren Spendern oder Erstspendern über 60 Jahre werde durch ärztliche Entscheidung individuell geprüft. Eine weitere grundsätzliche Voraussetzung sei ein Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm und eine ausreichende Trinkmenge am Spendetag. Männer könnten bis zu sechsmal im Jahr, Frauen bis zu viermal jährlich spenden. Der Mindestabstand zwischen zwei Spenden betrage 56 Tage.

Der Weltblutspendertag wird zu Ehren des Pioniers der Transfusionsmedizin, Karl Landsteiner (1868-1943) am 14. Juni begangen.Er erhielt für seine Entdeckung des AB0-Systems der Blutgruppen 1930 den Nobelpreis für Medizin.

Die Blutspendedienste nutzen den Weltblutspendertag um auf zahlreichen Veranstaltungen die Bevölkerung darüber zu informieren, wie wichtig die Notwendigkeit der freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende für die Versorgung der Bevölkerung ist. Die Zahl der Blutkonserven könnte in den kommenden Jahrzehnten knapp werden. Derzeit spenden in Deutschland nur drei Prozent der Bevölkerung Blut.

Nachricht vom 13.06.2015 www.ak-kurier.de