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Gasthof "Zum Schäfer" in Elkhausen schließt am 3. Oktober
Eine fast 100-jährige Ära endet am 3. Oktober zum Bedauern vieler Gäste und Freunde des Gasthofes Schäfer. Die Hoffnung auf einen Nachfolger, der das Anwesen käuflich erwirbt und es im Sinne der Familie Schäfer weiterführt ist noch nicht gestorben. Maria Schäfer führte 35 Jahre den Gasthof und der Abschied ist nicht einfach.
Maria Schäfer schließt den Gasthof \"Zum Schäfer\" in Elkhausen am 3. Oktober. Foto Manfred HundhausenElkhausen. Der Gasthof "Zum Schäfer" in Elkhausen, der schon im Jahre 1848 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, schließt nach fast 100-jähriger Bewirtung durch die Familie Schäfer für viele Gäste bedauerlicherweise nun endgültig seine Pforten. Bei der Abschiedsparty am Tag der Deutschen Einheit werden die Vereine der Gemeinde gemeinsam mit Politikern und Geschäftspartnern des Hauses sowie treuen Gästen die Inhaberin Maria Schäfer gebührend verabschieden.

Die Ära Schäfer begann bereits im Jahre 1919 als Joseph Schäfer die Erbin der Gaststätte Caroline Höfer heitatete. Zu dieser Zeit gehörten noch ein Kolonialwarengeschäft und eine Bäckerei dazu. Die im Jahre 1964 erbaute Kegelbahn, wurde auf den Fundamenten der damaligen Bäckerei erbaut. Den Namen der “Gastwirtschaft Joseph Höfer”, der noch auf einer alten Postkarte dokumentiert ist, änderte man nach der Heirat 1919 in “Zum Schäfer”, unter dem die Gaststätte bis heute weithin bekannt ist.

Nach dem Tod des Vaters übernahm Sohn Joseph auch als “Jüppchen” bekannt im Jahre 1956 den Gasthof, bevor das Haus im Jahre 1980 in den Besitz seines Bruders Werner mit seiner Gattin Maria wechselte. Auch nach dem Tode ihres Gatten 2004 führte Maria Schäfer mit tatkräftiger Unterstützung ihrer beiden Söhne Sebastian und Robert sowie mit Hilfe ihrer Verwandschaft das Restaurant in hervorragender Weise mit einer reichhaltigen Auswahl an gutbürgerlichen Speisen und Getränken weiter. Eine besonderen Bekanntheitsgrad erreichten die Schäfers mit ihren Wildspezialitäten, mit denen auch der bekannte Moderator Dieter Thomas Heck auf Einladung des damaligen VG-Bürgermeisters Dr. Karl-Friedrich Everke schon einmal verwöhnt wurde.

Mit Wehmut blickt Maria Schäfer auf die 35 Jahre zurück in denen sie mit ihrem Team viele Vereine, politische und gewerkschaftliche Versammlungen, Familien bei ihren Geburtstagen, Kommunionfeiern und Hochzeiten und viele andere Gruppierungen beköstigt hat. Auch viele Feriengäste aus dem Ruhrgebiet, vornehmlich aus Herne waren Stammgäste und genossen die Gastfreundlichkeit des Hauses.

Zahlreiche Stammtische und die 13 Kegelvereine wünschen sich sehnlichst, dass das Haus ihnen auch in der Zukunft erhalten bleibt.

In den letzten eineinhalb Jahren war die Gaststätte lediglich am Wochenende von Freitag bis Sonntag geöffnet, was sich nach Aussage der Gastwirtin bewährt hatte. Für Feiern während der Woche stand sie natürlich auch mit ihrem Team zur Verfügung. Die beiden Söhne, die ihren Lebensunterhalt mit anderen Berufen bestreiten, sehen ihre Zukunft nicht als Gastwirte, und wünschen sich mit ihrer Mutter das ein würdiger Nachfolger gefunden wird. Eine Verpachtung der Immobilie kommt laut Maria Schäfer für sie nicht in Frage, sondern nur ein Verkauf.

Maria Schäfer weist noch darauf hin, das am Sonntag, 27. September der letzte Einlösetermin für die noch im Umlauf befindlichen Verzehrgutscheine ist. (phw)
 
Nachricht vom 08.09.2015 www.ak-kurier.de