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Armut im Kreis Altenkirchen ist Thema
Armut im Kreis Altenkirchen – mit Arbeit, ohne Arbeit und im Alter. Am Donnerstag, 28. Oktober, um 18.30 Uhr nehmen die Diakonie Altenkirchen und der DGB Kreisverband Altenkirchen in der Stadthalle Altenkirchen dieses Thema in den Fokus.
Professor Stefan Sell spricht in Altenkirchen. Foto: VeranstalterAltenkirchen. „Für Armut gibt es eine Vielzahl von Ursachen. Unser Referent, Professor Stefan Sell, wird Licht in dieses Dickicht bringen.“ So heißt es im Veranstaltungsflyer des Diakonischen WErkes und des DGB-Kreisverbandes Altenkirchen zur Veranstaltung am Donnerstag, 28. Oktober. Professor Sell ist ein viel gefragter Wissenschaftler für Sozialwissenschaft und Volkswirtschaft an der Hochschule Koblenz und konnte als Eingangsreferent zum Thema gewonnen werden.

"In der alltäglichen Beratungspraxis der Caritas, der AWO und der Diakonie werde mehr als deutlich, dass Verschuldung und Armut allgegenwärtige Probleme sind – insgesamt, aber auch im Kreis Altenkirchen“, sagt Timo Schneider von der Diakonie. Um dies zu verdeutlichen, werden anonymisierte Fälle aus der Beratungspraxis von Caritas, AWO und Diakonie vorgestellt.

„Die Rahmenbedingungen werden in der Politik gestaltet“, stellt DGB-Kreisvorsitzender Bernd Becker fest. Deshalb wolle man mit Vertretern der im Bundestag vertretenen Parteien über mögliche Fehlentwicklungen und Änderungsbedarfe diskutieren.

Man habe kurz darüber nachgedacht, die Veranstaltung abzusagen, weil möglicherweise mitten in der so genannten Flüchtlingskrise die Menschen möglicherweise andere Sorgen hätten, teilen die Veranstalter mit. Allerdings ist man zu der Überzeugung gelangt, dass die Themen eng zusammenhängen.

Bernd Becker: „Es zeichnen sich schon länger Fehlentwicklungen ab, beispielsweise die stark wachsende Zahl von Fällen der Grundsicherung für Rentnerinnen und Rentner“. „Vielleicht ermöglicht die Zuwanderungsdiskussion einen klareren Blick auf die bestehenden Probleme?“, fügt Timo Schneider hinzu.
Nachricht vom 21.10.2015 www.ak-kurier.de