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Weihnachtsbäume aus dem Wisserland
An Weihnachten ist er nicht aus den Wohnzimmern wegzudenken und er gilt als das Weihnachtssymbol schlechthin. Ohne Tannenbaum können sich die meisten das Weihnachtsfest gar nicht vorstellen. Bis ein Baum allerdings geschlagen und zuhause geschmückt werden kann, dauert es viele Jahre. Die Nordmanntanne ist der beliebteste Baum in deutschen Wohnzimmern.
Johannes Ortheil sorgt für die Wunsch-Weihnachtsbäume der Kunden. Fotos: Regina SteinhauerWissen. Nicht nur in Wissen hat der Weihnachtsbaumverkauf schon seit geraumer Zeit begonnen. Exemplarisch für viele Unternehmen der Region hat sich der AK-Kurier in diesem Jahr mit Johannes Ortheil vom Hahnhof getroffen. Er ist Experte in Sachen Tannenbaum und hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, damit auch jeder Kunde seinen Wunschbaum bekommt.

Insgesamt gibt es etwa 12 Tannenbaumarten. Auf Ortheils Hof gibt es vier verschiedene, selbstgezogene Baumarten in jeder Größe. Verkauft werden Rotfichten, Blaufichten, Nobilistannen und natürlich auch Nordmanntannen. Sie sind der Klassiker unter den Tannenbäumen und machen den Großteil aller verkauften Bäume am Hahnhof aus. Die Nordmanntanne sei mit Abstand der beliebteste Baum im Wisserland, berichtete Ortheil.

Bis aus einem Samenkorn ein zwei Meter großer Weihnachtsbaum wird, dauert es zwischen acht und zwölf Jahren. Die Samen werden aus den Zapfen älterer Bäume gewonnen und dann meist in Baumschulen zu Sämlingen gezogen. Nach drei bis vier Jahren werden sie dann an Forst- und Weihnachtsbaumbetriebe verkauft. Bis eine zwei Meter große Nordmanntanne geschlagen werden kann, vergehen dann noch einmal sieben bis acht Jahre. Kleinere Bäume können nach ungefähr fünf bis sechs Jahren geschlagen werden.

Während dieser Zeit werden die Felder oder Wiesen, auf denen die Bäume wachsen, von den sogenannten Shropshire-Schafen beweidet. Diese Schafrasse stammt ursprünglich aus England und sorgt dafür, dass das Gras, das um die Bäume herum wächst, kurz gehalten wird. So herrschen für die Tannenbäume optimale Wuchsbedingungen. Sie gelten als umweltschonende Unkrautbekämpfer und düngen zugleich den Boden. Dank ihnen kann auf den Einsatz von Herbiziden, also chemischen Unkrautbekämpfungsmitteln, verzichtet werden. Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel wird ebenfalls weitgehend verzichtet. Sie kommen lediglich zum Einsatz, wenn ein Baum bereits befallen ist. Prophylaktisch wird am Hahnhof kein Baum mit diesen Mitteln behandelt.

Wer also noch keinen Weihnachtsbaum hat und wem die umweltschonende Aufzucht der Bäume am Herzen liegt, kann sich noch bis Heiligabend um 12 Uhr einen Baum am Hahnhof in der Paffratherstraße 192 in Wissen aussuchen. (rst)
 
Nachricht vom 16.12.2015 www.ak-kurier.de