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RSC Betzdorf präsentierte Radrennteam Schäfer Shop
Der Radsportclub Betzdorf und das Unternehmen Schäfer Shop präsentierten die Fahrerinnen und Fahrer der nun beginnenden Saison. Das Betzdorfer Unternehmen hatte zur Pressekonferenz geladen und stellte die Radsportler vor. Das Team Schäfer Shop freut sich auf die City-Night am 19. August in Betzdorf.
Das Team Schäfer Shop vom RSC Betzdorf. Foto: Benjamin BenderBetzdorf. In Kooperation mit dem Hersteller für Hygieneprodukte Sebamed unterstützt auch dieses Jahr die Betzdorfer Zweigstelle des Schäfer Shops ihr Radrennteam, das in der hauseigenen Kantine Vertretern der Presse sowie sämtlichen Radsportbegeisterten vorgestellt wurde. Andreas Reuter, Geschäftsführer der Schäfer Shop GmbH, hieß rund 50 Gäste willkommen und ließ verlauten, dass man „außerordentlich stolz sei, als großer Arbeitgeber die Brücke zwischen Sport und Industrie schlagen zu können.“ Freilich auch, um das Unternehmen über die Grenzen der Region bekannt zu machen.

Im Zuge eines faktenreichen, aber wenig aussagekräftigen Vorstellungsprozederes bat man alle Fahrer des Teams zum Kurzinterview. Hierbei zeichneten sich interessante Tendenzen bezüglich Motivation und Wettbewerbsehrgeiz der einzelnen Fahrer ab. Zu allererst trat das vielversprechende U19-Talent Jeremias Schramm (einziger Fahrer innerhalb dieser Klasse für den RSC Betzdorf) ans Mikrofon, der seine Stärken in der Vergangenheit insbesondere im Zeitfahren unter Beweis zu stellen wusste.

Seiner Person schlossen sich die Fahrer der C-Klasse (Fabian Bauer, Maximilian Ferger, Andreas Naunheim, Mario Scheel, Philipp Walter, Bastian Ziemann und Michael Graben, der 2008, 2011 und 2014 Rheinland-Pfalz-Meister im Einzelzeitfahren wurde) an. „Der Reiz nach Herausforderung!“ definiere für so manchen die Begeisterung am Radsport, während sich an diesem Abend alle in ihren nahezu gleichgebliebenen Trikots zur Schau stellten. Unverkennbar handelte es sich bei der Präsentation nicht bloß um die Bekanntmachung des RSC, als durchaus auch um die Eigenprofilierung eines großständischen Unternehmens, welches selbst davon sprach, man hoffe ihr Logo würde „würdig vertreten.“

Ferner wurden die Fahrer der B-Klasse vorgestellt. Deren Team besteht aus Tobias Lautwein, Stefan Linke, Till Nischen, Frank Stöhn sowie Manuel Hoffmann. Im Laufe der Veranstaltung war es interessant zu beobachten, wie sich Menschen aus verschiedensten Beschäftigungszweigen (von Schülern über Studenten bis hin zu Polizisten und Grundschullehrern) zu einem Team kollektiveren, dass auch im Jahr 2016 wieder „viele Platzierungen“ einheimsen will. Vor dem Hintergrund des Starts der diesjährigen Tour de France in Düsseldorf ist anzunehmen, dass der Radsport als solches in der öffentlichen Wahrnehmung besser zur Geltung kommt, als dies bisweilen der Fall gewesen ist.

Wenn eines an diesem Abend deutlich geworden ist, dann ist es die Tatsache, dass die gute Mischung des Teams aus jugendlicher Dynamik und routinierter Erfahrung nicht ausreicht, um diesen Sport hinsichtlich sponsorenabhängiger Unterstützung angemessen betreiben zu können. Freilich wird hierzu eine Menge Disziplin, Akribie und Aufopferungsbereitschaft verlangt, die die einzelnen Fahrer nebst Studium, Beruf oder dem Familienleben zu meistern gelernt haben.

Vor den Augen der Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler als auch denen des Betzdorfer Bürgermeisters Bernd Brato, dessen Engagement für den Radsport an diesem Abend besonders hervorgehoben wurde, wurde dies sehr deutlich. Gerade deshalb sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass am 19. August erneut die Betzdorfer City Night stattfindet. Ein Großereignis, welches dank der Hilfe des hiesigen Technischen Hilfswerks abermals unter Flutlicht stattfinden kann und somit fraglos eine ganz besondere Atmosphäre garantiert. Sicherlich nicht nur für Radsportfans, denn letztendlich muss festgehalten werden, dass dieser Sport eine größere öffentliche Wahrnehmung zweifelsfrei verdient hat.

So wurden dann auch die Spitzenfahrer der A-Klasse, der höchsten Amateurklasse in Deutschland, vorgestellt. Thorsten Blatz, Björn Manthey, Christian Noll sowie der zur Zeit talentierteste Fahrer Marvin Schmidt, komplettierten hierbei das Bild der männlichen Anhängerschaft innerhalb des RSC, bevor sich zu guter letzt auch die Damen des Teams (Melanie Hambürger, Francis Cerny, Anika Werheit sowie Eva Strahl) den Fragen der Moderation stellten.

Neben der großen Vielfalt der einzelnen Disziplinen innerhalb des Radsports (Gruppenfahren, Cross, Einzelzeitfahren, Bergetappe) wirkten die meisten Athleten zusehends vor den Kopf gestoßen als sie nach ihrem Werdegang und der Motivation, die sie zum Radsport führte, gefragt wurden. So gibt es eine ganze Reihe von Quereinsteigern, die den Weg zum RSC etwa über das Mountainbike- oder Motocrossfahren gefunden haben. Die meisten gaben letztlich an, dass es ihnen um „den Spaß am Radfahren“ ginge. Wenngleich ein paar wenige auch dieses Jahr wieder um „gute Platzierungen kämpfen wollen“, so riefen Fragen nach den Aufstiegsambitionen nicht selten auch etwas Konsterniertheit hervor. „Mal sehen, was drin ist“, wurde dies sinngemäß ein ums andere mal zu Protokoll gegeben.

Die Veranstalter baten zum obligatorischen Gruppenfoto, und wünschten den Fahrern „Gesundheit und ein sturzfreies Jahr“. Mögen sie ein „schönes Bild abgeben“ und das Logo des Betzdorfer Unternehmens würdig vertreten. (benni)

Nachricht vom 13.02.2016 www.ak-kurier.de