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Evangelische Kirchengemeinden wählten ihr Presbyterium
„Aufgekreuzt“ war das Motto der diesjährigen Wahlen zu den Presbyterien in den evangelischen Kirchengemeinden im Kreis Altenkirchen. 16 Kirchengemeinden wählten ihre Vertreter/innen, die Anfang März in den jeweiligen Gottesdiensten in ihre Ämter eingeführt werden. Es gab im Vorfeld einige Änderungen im Wahlverfahren, so wurde die Altersgrenze heraufgesetzt.
Rund 2400 Gemeindemitglieder beteiligten sich kreisweit bei der Wahl ihrer Presbyterien. In Altenkirchen fand die Wahl erstmals in den neugestalteten Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendzentrums „KOMPA“ statt. Foto: Petra StrohKreis Altenkirchen. „Angekreuzt“ haben mehr als 2400 Wahlberechtigten (16 000 waren insgesamt aufgerufen) im Kirchenkreis auf unterschiedliche Art und Weise. Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung war diesmal die Kirchengemeinde Schöneberg. Hier gingen 333 Wähler an die Urne, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 43,6 Prozent und dürfte auch landeskirchenweit wieder im Spitzenfeld liegen.

Ebenso wie in den anderen Gemeinden, die generell Briefwahl anboten, haben daneben Flammersfeld (knapp 38 Prozent), Gebhardshain (15,1 Prozent) und Kirchen (19 Prozent) die höchste Wahlbeteiligung. Rund 97 Prozent der Wähler haben in diesen vier „Briefwahl-Gemeinden“ die Stimmzettel im Vorfeld ausgefüllt, konnten aber auch noch am Wahlsonntag ihre Stimmzettel in die bereitstehenden Urnen werfen.

Rege genutzt wurde eine zusätzliche Briefwahlmöglichkeit in Altenkirchen und Betzdorf, hier stand aber der „normale“ Urnengang im Fokus. In Altenkirchen wählten 10,7 Prozent der Gemeindeglieder insgesamt (knapp ein Drittel davon per Brief), in Betzdorf waren unter den 299 Wählern (9,4 Prozent) 91 Briefwähler.

An den Abstimmungen in ihren Kirchengemeinden beteiligten sich mehrheitlich die Frauen (65,4 Prozent), die meisten Wähler (männlich und weiblich) waren älter als 60 Jahre. Die nun gewählten Presbyteriumsmitglieder in den 16 Kirchengemeinden sind überwiegend weiblich (53,5 Prozent); sie gestalten in den kommenden vier Jahren die Geschicke ihrer Gemeinden und leiten diese.

Anfang März werden die neuen Presbyterien in Gottesdiensten in ihre Ämter eingeführt, innerhalb des presbyterial-synodal organisierten Systems der Evangelischen Kirche im Rheinland, gestalten sie damit auch die Entwicklungen der anderen kirchlichen Ebenen. Aus den Reihen der Presbyteriumsmitglieder werden demnächst die Abgeordnete zu den Kreissynoden gewählt, die ihrerseits die Geschicke des Kirchenkreises leiten; diese wiederum wählen dann die Abgeordneten für die Landessynode und prägen damit die Gestalt „ihrer Kirche“ auf allen Ebenen.

In der Hälfte alle Gemeinden im Kreis gab es diesmal keine aktiven Wahlhandlungen. Hier wurden im Vorfeld nur so viele Kandidaten vorgeschlagen wie es zu besetzende Plätze in den Presbyterien gibt; d.h., dass alle Vorgeschlagenen als gewählt gelten und das neue Presbyterium bilden.

In zwei Gemeinden (Friedewald und Wissen) wurde bereits im Vorfeld die Wahl „angehalten“. Hier ist nun ein neues Wahlverfahren gestartet, die Gemeinden erhielten die Möglichkeit die Rahmenbedingungen anzupassen, bis zum Ende des erneuten Wahlverfahrens bleiben dort die bisherigen Mitglieder des Presbyteriums im Amt. Bis Ende Februar – so die Zeitvorgabe – müssen die Presbyterien die ersten Beschlüsse im „neuen Wahlverfahren“ getroffen haben.

Insgesamt waren in der Evangelischen Kirche im Rheinland gut eine Million Gemeindemitglieder zur Wahl der 719 Presbyterien aufgerufen. Wählen durften alle Gemeindeglieder, die konfirmiert oder mindestens 16 Jahre alt sind.

Verändert hat bei dieser Wahl die Altersgrenze der Gewählten. Nun können auch Menschen über ihren 75. Geburtstag hinaus im Presbyterium aktiv bleiben (bis zum Ende der jeweiligen Wahlperiode). Auch eine weitere Premiere gab es: Das passive Wahlrecht war erstmals inklusiv. Das bedeutet, dass Menschen, die unter Betreuung stehen, mit abstimmen durften.
Hier die Ergebnisse aus den Kirchengemeinden mit den gewählten Presbytern – incl. der Mitarbeiter-Presbyter (da noch eine Einspruchsfrist läuft und die Kandidaten noch ihre Wahl bestätigen müssen, kann es in Einzelfällen noch zu Veränderungen in den Presbyterien kommen!):
Kirchengemeinde Almersbach:
Renate Bitzer; Hans-Werner Kolb; Martin Kowalski; Ina Löhr; Dr. Jens Otto; Klaus-Joachim Prusko; Oswald Schüler; Karsten Weber

Kirchengemeinde Altenkirchen:
Friedhelm Adorf; Dr. Kristianna Becker; Marianne Brag; Irma Dressel; Heike Fuchs; Elke Gestel; Fred Heidepeter; Barbara Henn; Dr. Christoph Krämer; Elke Lauterbach-Buchner; Gabriele Radmer; Petra Rössling; Martin Schmid-Leibrock; Ulrike Thiel-Schmidt; Ernst-Walter Thomas; Bettina Wengenroth-Schäfer; Claudia Müller

Kirchengemeinde Betzdorf:
Gisela Collins; Tanja Demmer; Anke Enners-Vogel; Bruno Georg; Alexander Gerhard; Reinhard Kölzer; Bernd Salzer; Jan Philipp Stephan; Karl-Heinz Striegl; Hella Theis; Christiane Wehner; Monika Zeitz; Ingrid Weinkopf

Kirchengemeinde Birnbach:
Anja Barth; Petra Bernstetter; Anne Birkenbeul; Harmut Gutacker; Matthias Heiden; Marianne John; Gerd Marenbach; Reiner Schüller; Frank Schumann; Lothar Völz; Clivia Schneider; Erhard Schumacher

Kirchengemeinde Daaden:
Erika Becker; Ralf Beneckert; Joachim Daub; Alfred Geduldig; Dorle Ginsberg; Stephanie Gudelius ; Volker Hering; Willi Jung; Ute Klein; Werner Künkler; Samy Luckenbach, Hildegard Stein; Hella Waldow; Barbara Pottmann

Kirchengemeinde Flammersfeld:
Ingrid Baumann; Tatjana Bay; Klaus Dahm; Inge Deisting; Beate Diels; Sebastian Grimpe; Irmhild Hickmann; Andre Krämer; Edgar Lobitz; Manfred Pick; Clarissa Saynisch; Elke Schumann; Werner Schumann, Heike Schüler; Paul Seifen; Ilse Supenkämper; Renate Breitenbach; Claudia Müll

Kirchengemeinde Freusburg:
Brigitte Geisler; Gisela Gergen; Dieter Huft; Volker Jade; Ulrike Sander; Anja Schünemann; Jens Steffenhagen; Brigitte Treude

Kirchengemeinde Friedewald:
Karl-Heinz Buhl; Waltraud Flick; Christa Grau; Ulrich Hess; Helmut Schütz; Rainer Uhr

Kirchengemeinde Gebhardshain:
Silke Brenner; Brigitte Diehl-Fuchs; Hans-Walter Enders; Jürgen Krupp; Eric Mundo; Kerstin Puderbach; Ellen Stockschlaeder; Toni Stum; Hermann Zöller

Kirchengemeinde Hamm:
Tanja Birkenbeul-Schneider; Claudia Birk-Gehrke; Manfred Geldsetzter; Edith Heyden; Dietmar Koch; Susanne Lützenkirchen; Ursula Meyer; Astrid Schmalzbauer; Bernd Wengenhoefer; Rudolf Werner; Sonja Fuchs; Bernhild Hoffmann

Kirchengemeinde Herdorf-Struthütten:
Klaus Bachmann; Arne Limper; André Lopata; Marina Scheld; Birgit Schmidt; Brigitte Wallmeroth

Kirchengemeinde Hilgenroth:
Beatrix Bley; Hannelore Henn; Annette Heuser; Annette Roßbach; Reinhild Roßbach; Kurt Schumacher; Eckhard Weber; Brunhilde Winkler; Heike Schürdt

Kirchengemeinde Kirchen:
Susanne Dapprich; Manfred Haas; Gerlinde Lanfer; Rüdiger Lange; Monika Lieth; Kerstin Mohr; Marianne Schmidt; Frank Schneider; Siegfried Schütteldiebel; Karl-Hermann Stühn; Uta Fundstück

Kirchengemeinde Mehren:
Burkhard Asbach; Elisabeth Bahlo; Christa Bohne-Klein; Christine Boot; Andrea Grollius; Klaus-Peter Kath; Ingo Küll; Karola Lindscheid; Manfred Schmidt; Armin Schnabel; Joachim Schulz; Armin Seifen; Thomas Wiegel

Kirchengemeinde Schöneberg:
Peter Dieck; Andreas Haas; Kerstin Jacobsen; Erika Pfeifer; Peter Rau; Harald Schumann; Renate Walterschen; Daniela Weitz; Erika Zimmermann

Kichengemeinde Wissen:
Sandra Deger; Arnim Hammann; Kurt Höblich; Jürgen Laumann; Hildburg Thomas; Daphne Tillmanns; Adelheid Riethmüller; Svenja Spille.
Nachricht vom 15.02.2016 www.ak-kurier.de