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62-jährige mutmaßliche Anlagebetrügerin festgenommen
Bei der Staatsanwaltschaft Koblenz ist seit März 2015 ein Ermittlungsverfahren gegen die 62-jährige Maria K. (Name geändert, richtiger Name der Redaktion bekannt) aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach wegen des Verdachts des Anlagebetruges in größerem Stil anhängig. Frau K. hatte sich an Karneval ins Ausland abgesetzt. Am 19. Februar wurde die Dame festgenommen.
Am Flughafen Frankfurt klickten die Handschellen. Foto: Wolfgang TischlerRegion. Maria K. war, nachdem sie bei einer regionalen Bank ausgeschieden war, zunächst als Vertriebspartnerin einer Versicherung, später auf selbstständiger Basis als Versicherungsmaklerin tätig. Diese Tätigkeit soll unter anderem auch die Vermittlung von Finanzdienstleistungen umfasst haben. Wie nach und nach durchsickert hat Maria K. vielen ihrer Kunden angeboten, das Geld für eine Verzinsung zwischen 1,9 und 3,5 Prozent für eine bestimmte Zeit anzulegen. Wir berichteten.

Nach unseren Informationen sollen sich mittlerweile über 40 Geschädigte bei der Kriminalpolizei gemeldet haben. Viele Geschädigte stammen aus dem Westerwaldkreis und dem Kreis Neuwied. Es soll sogar Fälle geben, bei denen Anleger den Anlagebetrag finanziert haben, da der Kreditzins niedriger war, als der versprochene Guthabenzins. Der Gesamtschaden dürfte in die Millionen gehen.

Maria K. hatte sich an Karneval ins Ausland, die Rede ist von Thailand, abgesetzt. Die Angehörigen stellten eine Vermisstenanzeige bei der Polizei. Es stellte sich jedoch heraus, dass die mutmaßliche Anlagebetrügerin auf der Flucht war. Am 19. Februar kam sie auf dem Flughafen Frankfurt an. Die Hintergründe, warum sie zurück nach Deutschland kam, sind uns nicht bekannt. Wie die Staatsanwaltschaft aktuell bestätigte, klickten auf dem Flughafen die Handschellen. Maria K. befindet sich in Haft und wartet nun auf ihren Prozess. (woti)
Nachricht vom 22.02.2016 www.ak-kurier.de