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Konstituierende Sitzung des Nister-Komitees
Die Nister ist das letzte Refugium für die Flussperlmuschel im Land. Grund und Anlass, dieses faszinierende Lebewesen in seinem Lebensraum zu schützen und zu erhalten. Um den einzigartigen Lebensraum, die Nister, zu schützen und zu erhalten, wurde mit Vorbereitung ein Nister-Komitee gegründet.
Die Nister ist der einzige Lebensraum für die Flussperlmuschel. Foto: SGD NordRegion. Als Obere Wasserbehörde hatte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord am Donnerstag, 14. April zur konstituierenden Sitzung des Nister-Komitees eingeladen. Dieses setzt sich aus Vertretern von Kommunen, Behörden, Vereinen und Verbänden zusammen. Ziel des Komitees ist es, Maßnahmen für einen guten, ökologischen Zustand des Gewässers zu erarbeiten. Im Fokus steht dabei der Erhalt der Flussperlmuschel, die vom Aussterben bedroht ist. Die landesweit letzten Exemplare dieser Art, leben in der Nister.

Das Land Rheinland-Pfalz hatte im Dezember 2015 gemeinsam mit den Kommunen im Einzugsgebiet der Nister die Einrichtung eines Flusskomitees initiiert, welches gemeinschaftlich einen „Flussvertrag für die Nister“ erarbeiten soll. Dieser soll bis zum Ende dieses Jahres fertiggestellt werden.

Mit Blick auf die Europäische Wasserrahmenrichtlinie und die Aktion Blau Plus, die die Wiederherstellung von naturnahen Gewässerzuständen fördert, sind Maßnahmen für die Nister geplant. Dazu zählen die gezielte Anzucht von Flussperlmuscheln, der Schutz der einheimischen Artenvielfalt, die Renaturierung und der Rückbau von Querbauwerken zur Wiederherstellung der Gewässerdurchgängigkeit sowie die Optimierung von Kläranlagen.


Zum Hintergrund
In einem Flussvertrag werden alle Bereiche, die die Qualität des Wassers und des Lebensraumes Fluss in direkter und indirekter Weise beeinflussen, vereint. Der Flussvertrag und die dahinter stehende Partnerschaft ist kein rechtlich bindendes Dokument. Er verdeutlicht aber die Ernsthaftigkeit der Anstrengungen aller Beteiligten und entfaltet damit eine Bindungswirkung zur Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.

Der Beschluss zur Einrichtung des Flusskomitees wird von Umweltministerin Ulrike Höfken, dem Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert, dem Landrat von Altenkirchen Michael Lieber und den Bürgermeistern Peter Klöckner (VG Hachenburg), Konrad Schwan (Gebhardshain), Jürgen Schmidt (Bad Marienberg), Heijo Höfer (Altenkirchen), Rainer Buttstedt (Hamm), Gerrit Müller (Rennerod), Michael Wagener (Wissen) und Gerhard Loos (Westerburg) unterstützt.

Weiter wird sich das Komitee auch aus Vertretern der Landwirtschaft, Vereinen und Verbänden, wie beispielsweise der Arge Nister, zusammensetzen. Vorangegangen war eine Informationsveranstaltung im Dezember 2015 unter Leitung des Präsidenten der SGD Nord, Dr. Ulrich Kleemann, an der alle genannten Kommunen teilnahmen.

Weitere Informationen unter: „Die Nister – Ein Bündnis für die Flussperlmuschel“ http://sgdnord.rlp.de/fileadmin/sgdnord/Wasser/Aktion_Blau_plus/Nister_Flyer_Homepage.pdf
Nachricht vom 16.04.2016 www.ak-kurier.de