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Nachricht vom 20.04.2016
Region
Breitbandprojekt des Kreises AK erhält Förderzusage
Das kreisweite Breitbandprojekt erhält als eines der ersten Projekte bundesweit eine Förderzusage. Das Gemeinschaftsprojekt Kreis Altenkirchen erreicht 90 Prozent Förderquote für die Gemeinden. Damit kann es jetzt losgehen.
Symbolfoto: WFGKreisgebiet. Die Wirtschaftsförderung des Kreises Altenkirchen informiert über die weiteren Schritte, die jetzt schnell folgen sollen. „Die Förderzusage des Bundes ist ein weiteres wichtiges Etappenziel auf dem Weg zur Fortsetzung des Breitbandausbaus für den Kreis und eine gute Nachricht für unsere Region Westerwald-Sieg sowie für die Menschen, die hier arbeiten, leben oder pendeln", freut sich Landrat Michael Lieber.

„Nachdem die Wirtschaftsförderung und die Regionalentwicklung des Kreises in Zusammenarbeit mit den Verbandsgemeinden und dem Breitbandbüro des Landes bereits eine Zusage der Landesmittel im Jahr 2015 erreichen konnten, ermöglichen die ergänzenden Bundesmittel eine Gesamtförderung von 90 Prozent der förderfähigen Kosten“, so Berno Neuhoff, Leiter der Regionalentwicklung des Kreises.

Wirtschaftsförderer Tim Kraft führt aus, dass sich am Beispiel der Ortsgemeinde Niederfischbach eindrucksvoll darstellen lässt, was für eine Bedeutung der Erfolg des Projektes für die Region darstellt. Die vor zwei Jahren ersten Kostenberechnungen beliefen sich auf knapp 900.000 Euro für die Ortsgemeinde. Durch das Gemeinschaftsprojekt konnten die Kosten gesenkt werden. Und das trotz eines deutlich höheren Ausbauziels. Wir erreichen 50 Mbit/s für 85 Prozent der Haushalte bzw. durch die weitere Technik bis 100 Mbit/s. Zudem basiert die Infrastruktur auf Glasfaser und ist somit zukunftssicher. Die nun erreichte Förderquote von 90 Prozent erspart der Ortsgemeinde Niederfischbach über 800.000 Euro.

„Ziel ist es, dass im Sommer der Kreistagsbeschluss zur Vergabe des Ausbaus erfolgt und wir den gesamten Kreis in den nächsten drei Jahren erschließen“, so Berno Neuhoff weiter. „Da liegt ein hartes Stück Arbeit vor uns und nicht alles wird zeitgleich gehen. Es wird auch noch eine Weile dauern, bis das Angebot, das rund 70 Ortsteile bzw. Gemeinden umfasst, genau ausgewertet wird.“

Tim Kraft ergänzt: „Soweit es die Förderbedingungen zulassen, haben wir gemeinsam mit den Verbandsgemeinden den Ausbau für die Unternehmen mit berücksichtigt. Jedoch müssen wir uns im Klaren sein, dass der Ausbau und die Entwicklung in der Breitbandinfrastruktur auch nach Beendigung des aktuellen Ausbaus weiter fortgeführt werden müssen. Als Wirtschaftsförderung des Kreises werden wir uns, im Rahmen des Projektes „Mittelstand 4.0“ unserer Brancheninitiative Metall, intensiv mit den Industrie- und Gewerbegebieten auseinandersetzen.“
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