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Region
Erfolgreiche Aktionen gegen wilde Müllablagerungen
Die Beseitigung der wilden Müllablagerungen im Landkreis Altenkirchen ist abgeschlossen. Rund 70 Ortsgemeinden im Kreisgebiet waren dabei. Der Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) des Kreises Altenkirchen sagt Danke für diese Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen "Müllwerkern"
Stellvertretend schickt der AWB das Foto aus Weyerbusch.Kreisgebiet. „Let’s clean up Europe“, lasst uns Europa sauber machen, so lautet schon seit 2009 jedes Jahr im Mai die Devise einer europaweiten Initiative. Überall in Europa rufen Kommunen, Vereine und Verbände zum allgemeinen Müllsammeln auf. So soll nicht nur die Natur von unschönem und zum Teil auch von gefährlichem Abfall befreit werden, sondern es soll auch auf das sogenannte Littering, also das acht- und gedankenlose wegwerfen von Abfällen in die Landschaft, aufmerksam gemacht werden.

Alleine in Deutschland wurden auch in diesem Jahr von über 90.000 freiwilligen Helfern wieder rund 400 Tonnen (Stand: Anfang Mai) verschiedenste Abfälle aus Wiesen, Wäldern und von Straßenrändern aufgesammelt und so einer ordnungsgemäßen Entsorgung oder Verwertung zugeführt. Im Landkreis Altenkirchen kommen über diese Aktion Jahr für Jahr mehrere Tonnen illegal entsorgte Abfälle zusammen. Höhepunkt der Initiative war in diesem Jahr der Zeitraum vom 6. bis 8. Mai.

Da unsere Region aber von landwirtschaftlicher Nutzung geprägt ist, bietet es sich an, die Abfälle vor Einsetzen der Vegetationsperiode zu entfernen. Im Kreis Altenkirchen wurde daher bereits ab Mitte März kräftig gesammelt und gesäubert. In fast 70 Gemeinden im Kreisgebiet waren Bürger, bewaffnet mit Handschuhen und Müllsäcken, zumeist an einem Samstagvormittag im Rahmen von Flursäuberungsaktionen aktiv. Zu den Aufgaben des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) des Kreises Altenkirchen gehört unter anderem auch die Entsorgung dieser sogenannten „Wilden Müllablagerungen“. Zwar stellt der AWB den Kommunen die Container zur Verfügung, in dem der gesammelte Abfall später abtransportiert wird, aber ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer wäre es nicht möglich allen Unrat aus der Landschaft zu entfernen. Daher bedankt sich der AWB noch einmal herzlich bei allen Aktiven, die die Aktion tatkräftig unterstützt und mit angepackt haben.

Wie auch schon im vergangenen Jahr hat der AWB auch 2016 in einigen Gemeinden den Helfern einen Besuch abgestattet. Besonders den Kindern soll für ihren Einsatz gedankt werden.
Kinder sind, was das Thema Umwelt angeht, oftmals sensibler und informierter als die Erwachsenen, da schon in Kindergarten und Schule Umweltschutz thematisiert und praktiziert wird. Kinder sind in den wenigsten Fällen die Verursacher des Mülls in der Natur, engagieren sich aber trotzdem hochmotiviert beim Einsammeln, selbst wenn das Wetter, wie so oft um diese Jahreszeit, nicht gerade zu Außenaktivitäten einlädt.
Insgesamt konnten sich in dieser Flursäuberungssaison mehr als 120 Kinder über ein kleines Geschenk der Abfallberaterin Melanie Henn freuen. Sie erhielten ein Paar Arbeitshandschuhe, die zum unmittelbaren Einsatz sofort angezogen werden durften und eine Butterbrotdose mit dem Motiv des AWB- Maskottchens Öko-Max, damit das Pausenbrot für Kita oder Schule künftig ohne Alufolie oder Plastiktüte mitgenommen werden kann.

Die Tendenz bezüglich den Mengen an Wilden Müllablagerungen sei allerdings leicht rückläufig, das war zumindest der Tenor einiger Gemeinden. In manchen Ortschaften wird daher überlegt, die Zeitspanne zwischen den Flursäuberungsaktionen ggf. zu verlängern.
Schön wäre natürlich, wenn es in Zukunft diese Aktion gar nicht mehr geben müsste, weil niemand mehr seine Abfälle achtlos in die Landschaft wirft. Das ist zwar aus heutiger Sicht nur ein Wunschtraum, aber diejenigen, die heute als Kind den Müll der „Großen“ aufgesammelt haben, werden später sicher nicht selber zu Umweltverschmutzern werden.
Nachricht vom 10.05.2016 www.ak-kurier.de