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Nachricht vom 22.02.2009
Region
Frauen feierten ausgelassen
Die Hämmscher Frauen schwammen bunt kostümiert und vom karnevalistischen Virus befallen auf den Wellen des Frohsinns und der Heiterkeit - beim traditionellen Karneval des kfd-Teams im Dietrich-Bonhoeffer-Haus.
pfarrer rottländerHamm. Eine Super-Sitzung in Hamm: Die kfd "St. Joseph" hatte zur traditionellen Frauensitzung ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus eingeladen. Die Anwesenden waren restlos begeistert, spendeten verdienten Applaus für das abwechs­lungsreiche und flotte Programm, bei dem es "Schlag auf Schlag" ging. Mit genügend "Hämmscher Wend" im Rücken gab kfd-Frontfrau Bettina Engels, die mit dem als Weinprinzessinnen auftretenden kfd-Team alles hervorragend organisiert hatte, den Ton an: "Wein, Weib und Gesang, die kfd Hamm ist dran" hieß das Motto der 4-stündigen Sitzung, in der gesungen, geschunkelt und vor allem viel gelacht wurde. Ein besonderer Dank ging an die Helfer hinter und vor der Bühne, die für einen reibungslosen Ablauf mit verantwortlich waren: Marco Müller, Klaus Engels, Michael Fuchs, Walter Klein sowie Patrick Engels an der "Musikmaschine". Im Verlauf des pointenreichen und kurzweiligen Nachmittags mussten die Närrinnen auch "anpacken" - sie hatten zahlreiche Raketen zu zünden.
Nach dem Einzug mit Klatschmarsch begrüßten die kfd-Damen in Begleitung von Gitarrist Jörg Brück gesanglich das närrische Volk, um dann den Weg für Pfarrer Josef Rottländer in die Bütt frei zu machen, der als "Mann 65 plus" aus dem alltäglichen Leben, von Wallfahrten, Altersbeschwerden und einem Urlaub auf Sylt berichtete. Wichtig war für ihn, dass er alle Unterdrückungsversuche bisher abwehren konnte. Erstmals im "Hammer Gürzenich" war der extra aus Köln angereiste und bereits im WDR aufgetretene Marcello. Er brachte mit kölschen Tönen den Saal in Stimmung, um die Köln-Arena toppen zu können. "Mir sind kölsche Mädcher", "Loss mer zusamme de Karneval fiere" und "Es war in Altenahr" waren einige seiner karnevalistischen Hits. Ob ein "Hund oder eine Katze" angeschafft werden soll, hatte sich der Nachwuchs in der Bütt, Anna-Lena Walkenbach und Joshua Buchen, zum Thema gemacht. Ein toller Vortrag der beiden jugendlichen Karnevalisten, die den Saal zum "Bellen" und "Miauen" brachten. Mit "Indianer und Cowboys" stimmte die Hammer kfd auf den Auftritt der "Stars aus aller Welt", dargestellt von der kfd Altenkirchen, ein. Auf der Welt-Tournee begeisterten Heino, Gitte, Catharina Valente, Robert Blanco und die Flippers. Was man erleben kann, wenn Detlef (Marita Kujawa) ein Heiratsinstitut mit der Reitschule "Spring auf" verwechselt, war kaum an Witz und Pointen zu übertreffen. Die Chefin der Reitschule (Jutta Esche) informierte ausführlich über Gangarten, Aufsteigemöglichkeiten, Übungen zu Hause und in der freien Natur sowie die Auswahl eines Sattels. Als sie dann auf das Abreiben mit einem "Strüh-Wünzel" näher eingehen wollte, wurde es der Heiratswilligen immer "mulmiger", um dann zu erfahren, dass das von ihr anvisierte Heiratsinstitut eine Etage höher ansässig war. Um Jahrhunderte zurück versetzten die "Tanzkinder Roth" unter Leitung von Michaela Neuhaus und Claudia Stock die Zeit mit einem Hexentanz. Sie erhielten für ihre tollen Kostüme und die Vorführung verdienten Applaus, wie alle Akteure an dem gelungenen Nachmittag. Wenn Pfarrers Haushälterin "Lisbeth" ihrem Chef nachlaufen muss, um ihm die vergessene Nutella-Dong zu bringen und Gäste einlädt, verriet der amüsante Sketch "Die Bowle" mit Hildegard Markup, Elisabeth Ebach, Karin Tschorn, Gertrud Görgen, Susanne Müller und Angelika Glaser. Lisbeth war noch unterwegs auf Pfarrers Spuren, als die Freundinnen nach und nach im Pfarrhaus eintrafen und an einer auf der Anrichte stehenden Bowle naschten. Alle schwärmten von dem leckeren Getränk. Doch was die Zutaten betraf, gingen die Meinungen weit auseinander: Erdbeeren, Ananas, Gurken und Rosen wurden als Grundlagen vermutet. Mit einem herzlichen Hallo wurde dann die zurück kommende Haushälterin Lisbeth in ihren eigenen vier Wänden begrüßt. Diese war sehr erfreut, dass alle Freundinnen bereits anwesend waren. Mit einem Glas Bowle sollte dann auf das Wiedersehen angestoßen werden. Lisbeth holte aus dem Nebenzimmer die Bowle und schenkte ein. Die Damen sahen sich an und bekundeten gegenüber Lisbeth, dass die Bowle doch auf der Anrichte stände. Lisbeth lachte laut und erklärte, dass sich in dem Gefäß keine Bowle befinde, sondern einfach nur Sud, in dem Pfarrers Socken aufgeweicht wurden.
Mit einem großen Finale endete die gelungene kfd-Frauensitzung, und wie hatte der kölsche Marcello gesungen: "Im nächsten Jahr komm’n wir alle wieder!"
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Foto: Als "Mann 65 plus" berichtete Pfarrer Josef Rottländer aus dem alltäglichen Leben.
       
       
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