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Kultur
Vize-Chorleiter ausgebildet
Auch das zweite Seminar zur Vize-Chorleiter-Ausbildung beim Kreis-Chorverband Altenkirchen erwies sich als ein großer Erfolg. Die 14 Seminaristen waren mit viel Enthusiasmus bei der Sache und dürfen nun beim nächsten Seminar auf Regionalebene teilnehmen.
Elkhausen/Kreis Altenkirchen. Der Kreis-Chorverband Altenkirchen hatte zum 2. Grundlehrgang der Vize-Chorleiter-Ausbildung nach Elkhausen eingeladen. Nachdem im November des vergangenen Jahres bereits der 1. Grundlehrgang mit 23 Teilnehmern an drei Samstagen mit 20 Schulstunden in Roth stattgefunden hatte, ging es nun um die Weiterführung. An zwei langen Wochenenden traf man sich im Haus Marienberge zur Ausbildung in 40 Schulstunden. 14 erwartungsvolle Seminaristen hahaben mit großem Enthusiasmus teilgenommen und waren von der Seminar-Durchführung begeistert. Von Stunde zu Stunde konnte man erleben, welche Entwicklung und welches Fortkommen jeder Seminarteilnehmer nahm. Bedingt durch den, vom Seminarleiter gewünschten, recht kleinen Teilnehmerkreis, war jeder immer und immer wieder gefordert, gerade behandelte Themen zu praktizieren. Für den theoretischen Unterrichtsteil war wieder, wie im November bereits, Michael Ullrich, Leiter der Kreismusikschule Altenkirchen, gewonnen worden. Ullrich bewies wiederum sein pädagogisches Geschick und seine Fähigkeiten, verbunden mit seinen technischen Möglichkeiten der Präsentation des Themas Musiktheorie, Harmonielehre und Gehörbildung. Letzterer Unterrichtsstoff ging von Singen und Hören von Intervallen bis zu rhythmischen Übungen. Den praktischen Unterrichtsteil, dem eigentlichen Dirigieren, hatte Kreis-Chorleiter Karl Willi Harnischmacher übernommen. In diesem Bereich ging es um die eigentliche Arbeit eines Vize- Chorleiters: Tonangabe für den Chor, Einsätze für den Chor, dem Dirigat von Chorstücken und wiederum den gemeinsamen Abschluss für den Chor zu finden. Wesentliche und wichtige Dinge und Voraussetzungen eines Chorleiters gehörten weiter zum Übungsprogramm. Körperhaltung, Haltung der Arme und Hände, Atmung und natürlich die Dirigierbewegungen. Die Teilnehmer konnten im Laufe der Tage oftmals Tonangabe von Stimmgabel oder Stimmflöte, Einsätze, mit und ohne Auftakt, Dirigat in den wichtigsten Taktarten, Fermaten und Abschläge üben. Der Werdegang eines jeden Vize-Chorleiter-Aspiranten wurde von Ullrich mit einer Video-Kamera festgehalten. Hierdurch konnten sich alle Teilnehmer des Seminars von der eigenen Entwicklung selbst überzeugen. Es wurden aber auch alle Teilnehmer immer wieder ermutigt, das bisher erlernte auch in ihren Chören zu praktizieren. Und das nicht nur in aktuellen (Not-) Situationen, wenn der Chorleiter ausfällt, sondern bereits möglichst allwöchentlich in den Chorproben. Hierzu ist wieder nötig, dass Chorleiter und die Chöre ihren angehenden Vizechorleiter dazu die Möglichkeiten geben und sie unterstützen. Denn nur Übung macht den Meister.
Interessant war, dass das Durchschnittsalter der Teilnehmer bei 44 Jahren lag. Der jüngste Teilnehmer war 15, der älteste Teilnehmer 67 Jahre alt.
Ein ganz besonderes Erlebnis war für die Seminaristen an einem Tag die Arbeit mit der Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin Julie Georgis aus Oberirsen. Georgis erarbeitete mit jedem Teilnehmer einzeln Lied- und Gedichtvorträge, die schon nach kurzer Zeit zu neuen Erlebnissen wurden. Zu einem unerwarteten Kurzbesuch waren der Präsident des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, Karl Wolff, der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Altenkirchen, Norbert Eisel, die Jugendreferentin Christine Wendel und Pressereferent Wolfgang Wachow mit anderen Gästen erschienen, die vom Kreis-Jugendtag kamen, welcher am gleichen Ort getagt hatte. Kreis-Chorleiter Karl Willi Harnischmacher dankte zum Abschluss dem Referenten Michael Ullrich für sein Engagement und gratulierte allen Teilnehmern des Seminars. Er stellte fest, dass alle Seminaristen stolz sein können, diese Herausforderung angenommen und durchgestanden zu haben und überreichte allen eine förmliche Teilnahmebescheinigung. Diese berechtigt zur Teilnahme am nächsten Fortbildungsseminar - dann auf Regionalebene - mit einer Ausbildungsdauer von 80 Schulstunden. Dies endet dann mit dem Abschluss als "Geprüfter Vizechorleiter". An dem Zustandekommen dieses nächsten Seminars wird noch geplant. Es scheint sicher, dass die große Mehrzahl der Teilnehmer am Seminar in Elkhausen dort wieder vertreten sein wird. Die Seminarabsolventen waren Gerhard Augustin, Bad Neuenahr-Ahrweiler; Joachim Gebauer, Kirchen; Wolfgang Geller, Grafschaft; Markus Halbe, Kirchen; Torsten Hassel, Birnbach; Niclas Irlich, Brachbach; Anna Keck, Altenkirchen; Wolfgang Kötting, Mudersbach; Kai Simon Kühne, Kirchen; Wolfgang Küsel, Sinzig; Jörg Simon, Birken-Honigsessen; Agnes Willems, Kirchen; Christoph Zimmermann, Mudersbach. (wwa)
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Aufmerksame Seminarteilnehmer bei der Vize-Chorleiter-Ausbildung in Elkhausen. Fotos: Wachow
 
Nachricht vom 15.03.2009 www.ak-kurier.de