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Platz 10 beim Bundesfinale für Leichtathletik-Mädchen
Die Kopernikus-Leichtathletik-Mädchen erreichten Platz 10 im Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin. Trotz verletzungs- und krankheitsbedingter Leistungseinbußen: Die Wissener Mädchen hielten im Konzert der „Eliteschulen des Sportes“ gut mit. Ein Wechselbad der Gefühle gab es für alle Beteiligten.
Das erfolgreiche WK III Leichtathletik Mädchenteam des Kopernikus-Gymnasiums Wissen (von links) Thomas Heck, Nele Schneider, Paula Becher, Sarina Lautner,  Celina Harzer, Lea Lemke, Franka Hassel, Katharina Weller, Clara Schmidt, Hannah Huhn und Andreas Schädle. Foto: SchuleWissen. Höhen und Tiefen wechselten sich für die vom stellvertretenden Schulleiter Thomas Heck sowie Sportlehrer Andreas Schädle und Trainerin Kornelia Blanke (VfB Wissen) unterstützt durch Wurftrainerin Ibolya Torma-Paech betreuten Leichtathletik-Mädchen (WK III Jahrgänge 2001-2003) des Kopernikus-Gymnasiums Wissen vorm diesjährigen Bundesfinale in Berlin ab. Die Tiefen in Form von Krankheiten und Verletzungen traten in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung auf und ließen den Traum von einer Top-Platzierung in weite Ferne rücken, die nach den vielfältigen Erfolgen bei Meisterschaften und Sportfesten vor und in den Sommerferien auf Vereinsebene (Höhen) von den Mädchen erzielt wurden. Auch die drei schulischen Qualifikationsrunden zeigten eine nochmalige mehr als deutliche Verbesserung der im letzten Jahr schon erzielten hervorragenden Leistungen auf hervorragende 7296 Punkte.

Während des Bundesfinales im Berliner „Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion“ setzte sich die Wechselbäder der Gefühle für alle Beteiligte fort. Es mussten einige Umstellungen vorgenommen werden, um den Wettkampf halbwegs erfolgreich zu Ende zu bringen. Dabei nahmen die Mädchen in den Zwischenergebnissen in der Spitze Platz 6 und im Tief Platz 13 von 16 Landessiegern ein. Als sich die tapfer den widrigen Gegebenheiten trotzende Mannschaft auf Platz 8 einzupendeln schien, musste sie auf der Mittelstrecke einen Einbruch hinnehmen, der in den Staffeln nicht mehr zu kompensieren war. Mit letztlich 6812 Punkten blieben die Mädchen fast 500 Punkten hinter ihrer tollen Leistung vor den Sommerferien zurück, hatten aber Pech, dass sie Platz 9 nur um einen winzigen Punkt verpassten.

Mit den Sprintwettbewerben über 75 Meter startete die Wettkampfklasse WK III in den Finaltag. Sarina Lautner erzielte mit 10,09 sec eine ordentliche Zeit und auch Franka Hassel platzierte sich mit ihren 10,53 sec bei starkem Gegenwind im Mittelfeld. Celina Harzer erreichte 11,21 sec bei sehr ungünstigen 3,8 m/sec Gegenwind. Damit lagen die Wissener Mädchen nach der ersten Disziplin auf dem sechsten Rang. Im anschließenden Kugelstoßwettbewerb konnten die Mädchen nicht ganz an die vorherigen Trainings- und Wettkampfergebnisse anknüpfen. Sarina Lautner , kurzfristig eingesprungen, bewahrte die Ruhe und blieb mit 9,83 m im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Hannah Huhn blieb mit 8,65 m im Bereich ihrer Bestweite. Weit unter ihren Möglichkeiten blieb die doch schwerer verletzte Lea Lemke mit 9,16 m, die nicht wie gewohnt im Hochsprung und in der Staffel antreten konnte, sich aber ganz in den Dienst der Mannschaft stellte.

Danach rangierte das Team des Kopernikus-Gymnasiums Wissen auf Platz 11. Im anschließenden Hochsprungwettbewerb griff neben Nele Schneider nun auch Katharina Weller ins Wettkampfgeschehen ein. Während sich bei Nele Schneider, die Lea Lemke vertrat, Anlauf- und Absprungprobleme einstellten, die sie nur 1,33 m springen ließen, lieferte Katharina Weller einen guten Wettkampf ab und erzielten gute 1,45 m. Nun galt es neues Selbstvertrauen aufzubauen, lang man jetzt auf Platz 13 im Zwischenklassement. Einen der Höhepunkte des Finaltages lieferte dann in der zweiten Gruppe Lea Lemke ab, die ihre Enttäuschung über ihre Verletzung als Ansporn nutzte. Mit einem kaum vorhandenen Anlauf steigerte sie sich von 52 m bis hin zu 58 m, womit sie nur 0,5 m hinter der Tagesbesten Rang 2 in der Disziplinwertung belegte. Aber auch Nele Schneider wandelte ihre Enttäuschung über das Hochsprungergebnis in positive Energie für den Ballwurf um. Sie erzielte gute 45,5 m. Damit waren die Kopernikus-Mädchen wieder im Wettkampfgeschehen zurück. Sie katapultierten sich wieder auf Rang 8 vor. Diesen Schwung wollten sie jetzt im Weitsprung nutzen, um den Platz unter den besten acht Mannschaften abzusichern.

Katharina Weller mit 4,82 m und Franka Hassel mit 4,66 m kamen in die Wertung, während Celina Harzer bei 4,49 m landete. Alle Wissener Sprünge wurden durch starken Gegenwind verweht. Dennoch behaupteten sie sich auf Rang 9. Ein Platz unter den ersten acht Mannschaften lag nun wieder in Reichweite, falls man die 800m-Ergebnisse der Vorrunde und das Staffelergebnis aus dem Landesfinale wiederholen würde. Leider gelang es den 800m-Läuferinnen nicht, die Form aus den Vorrunden abzurufen. Clara Schmidt (2:46,51 min) und Hannah Huhn (2:55,52 min) kamen in die Wertung. Paula Becher, Neuling und eigentlich im Schützenverein erfolgreiche Teilnehmerin an Deutschen Meisterschaften, hielt sich hervorragend und lief in 3:00,67 min ein beherztes Rennen. Vor der abschließenden Staffel stand ein Rückfall auf Rang 11 zu Buche. Damit waren die Voraussetzungen für die abschließende 4x75m-Staffel nicht gerade optimal, und so haderten einige der Mädchen mit dem Verlauf des Wettkampfes. Mehr als deutlich behaupteten Sarina Lautner, Celina Harzer, Katharina Weller und Franka Hassel (39,86 sec) sowie Hannah Huhn, Clara Schmidt, Nele Schneider und Paula Becher (43,47 sec) ihren 10. Platz, allerdings gelang auch kein Ausrutscher mehr nach oben.

Der betreuende Lehrer und stellvertretende Schulleiter des Kopernikus-Gymnasiums Wissen resümierte: „Ein durchwachsener Auftritt der Mädchen bei so einer hochklassigen Meisterschaft, die auch zeigt, dass man nicht vor der ganzen Tragik an Beeinträchtigungen gefeit ist, auch wenn es in den letzten Jahren extrem gut lief. Dennoch steckt viel Potenzial in diesem Team. Wichtig ist, dass sie weiterhin am Ball bleiben, mit ihrem engagierten und kompetenten Trainerteam zusammenarbeiten und mit mehr Routine in diesen Wettkampf auf höchstem Niveau gehen!“ Die wettkampffreien Tage nutzten sie, Berlin weiter kennen zu lernen. Der Berlinaufenthalt mündete in einer tollen Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung, Showprogramm sowie Abschiedsparty und Länderempfang am letzten Abend. Berlin war für die Leichtathletikmädchen des Kopernikus-Gymnasiums Wissen eine Reise wert. Auf ein Neues im nächsten Jahr!

Nachricht vom 02.10.2016 www.ak-kurier.de