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Mitarbeiter der Kreisverwaltung lernten Selbstverteidigung
Seit geraumer Zeit häufen sich Meldungen, in denen von gewalttätigen Übergriffen auf Mitarbeiter/innen in Behörden, der Polizei oder auch beim Rettungsdienst berichtet wurde. Die Kreisverwaltung Altenkirchen bot ihrem Personal nun die Möglichkeit, einen Kurs in Selbstverteidigung bei der Sportgemeinschaft Westerwald zu belegen. Insgesamt nahmen 23 Personen an dem Kurs teil.
Kriminalbeamter Thorsten Schmidt (in rot) demonstriert hier im Selbstverteidigungskurs einigen Mitarbeitern der Kreisverwaltung Altenkirchen eine Abwehrtechnik. Foto: VereinGebhardshain. In den letzten Wochen und Monaten häufen sich die Pressenachrichten über gewalttätige Übergriffe von Einzelpersonen oder Gruppen gegen Unbeteiligte, aber auch gegen Mitarbeiter/innen von Polizei und Behörden. Um ihre Mitarbeiter gegen Angriffe von Gewalttätern zu schützen, bot die Kreisverwaltung Altenkirchen einen Kurs bei der Sportgemeinschaft (SG) Westerwald in Gebhardshain an.

Kursleiter Thorsten Schmidt (46), ist von Beruf Kriminalbeamter und leitet bei der Sportgemeinschaft Westerwald das Training für Selbstverteidigung und Semi-Boxing (Boxen im Halbkontakt). In diesem Zusammenhang bietet der Verein immer wieder auch zielgruppenorientierte Kurse an. Basis der Kurse ist jeweils eine umfangreiche Einweisung in theoretische Grundlagen der Selbstverteidigung, bei der unter anderem Elemente wie Stress, Kommunikation, Wahrnehmungspsychologie und Taktik behandelt werden.

„Wer sich nicht im Vorfeld ausreichend mental auf eine Verteidigungssituation vorbereitet, verliert im Fall eines Angriffs wichtige Zeit mit Überlegungen, die längst vorher abgeschlossen sein könnten. Das sind oft Grundüberlegungen, die eigentlich selbstverständlich sind, von den Kursteilnehmern aber oft nicht in Kontext mit Selbstverteidigung gebracht werden. In einer Angriffssituation lässt der entstehende Stress eine vernünftige Abwägung aller Aspekte aber nicht zu“, erklärte Thorsten Schmidt, der seit über 30 Jahren in Kampfsport und Selbstverteidigung aktiv ist.

Im praktischen Teil des Kurses wurden den Teilnehmern einige wenige einfache, aber sehr wirksame Techniken zur Abwehr von Angriffen vermittelt und in mehreren Trainingseinheiten häufig wiederholt. Die Techniken basieren auf dem „Hybrid Defense Concept“, einem Mischkonzept aus Techniken und Taktiken unterschiedlichster Kampfsysteme, das bei der SG Westerwald auch im Dauerangebot ist. Insgesamt absolvierten 23 Mitarbeitende den Kurs und dürfen sich nun etwas sicherer im Umgang mit potenziell aggressiven Menschen fühlen.
Infos rund um die Trainingszeiten sowie Kurse im Bereich Selbstverteidigung gibt es unter 02747-914 711.
Nachricht vom 18.01.2017 www.ak-kurier.de