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Lebhafter Einsatztag für die Polizei in Koblenz
Der Kongress der ENF („Europa der Nationen und der Freiheit“) in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle bescherte der Polizei einen lebhaften Einsatztag. Insgesamt sorgten etwa 850 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte für einen ordnungsgemäßen Verlauf der unterschiedlichen Versammlungen am 21. Januar. Es gab keine Personen- und Sachschäden.
SymbolfotoKoblenz. Gegen 9 Uhr kam es zu einer Sitzblocklade im Bereich der Neustadt / JuliusWegeler-Straße / Mainzer Straße, die etwa bis 10:30 Uhr andauerte. Bis zum Ende wuchs diese auf rund 60 Personen an. Unter Begleitung der Polizei gingen diese Personen dann zur Kundgebung an den Hauptbahnhof. An der angemeldeten Kundgebung sowie dem Aufzug „Koblenz bleibt bunt! – Kein Platz für Populismus und Rechtsextremismus“ nahmen nach Einschätzung des Versammlungsleiters etwa 5.000 Menschen verschiedener Gruppierungen teil.

Zu dem Zeitpunkt, als die Zwischenkundgebung an der Rhein- Mosel-Halle begann, zog sich der lange Aufzug noch bis zum Hauptbahnhof hin. Während der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof wurden Bundesminister Siegmar Gabriel und Staatsminister Roger Lewentz durch Angehörige der Antifa bedrängt. Kräfte der Polizei und des Personenschutzes gewährleisteten eine Trennung. Die Folgetermine konnten ungehindert wahrgenommen werden. Gegen 14 Uhr war die Abschlusskundgebung des Aufzuges beendet.

Die von der DPSG angemeldete Folgeversammlung „Brücken schlagen statt Mauern bauen“ begann zeitgleich. An ihr nahmen etwa 50 Personen bis 15.20 Uhr teil. Auch dieser Aufzug verlief friedlich. Der Kongress der ENF endete planmäßig gegen 16 Uhr. Der Polizeiführer, Leitender Polizeidirektor Christoph Semmelrogge, stellte gegen Einsatzende fest: „Wir blicken auf einen hochkomplexen Einsatz zurück, der in sehr kurzer Zeit vorbereitet werden musste und dessen konkrete Ausgestaltung erst unmittelbar vor Einsatzbeginn deutlich war. Das Ziel der Gewährung und des Schutzes der Versammlungsfreiheit ist zu jedem Zeitpunkt erreicht worden. Die Belastungen für die Einsatzkräfte, insbesondere auch durch die Kälte, waren enorm. Wir können jedoch letztendlich ein positives Fazit ziehen.“

Die polizeilichen Einsatzmaßnahmen wurden gegen 17.15 Uhr beendet, nachdem auch die letzten Teilnehmer des ENF Kongress abgereist waren. Bis zu diesem Zeitpunkt waren keine Personen in Gewahrsam genommen worden. Es kam nicht zur Verletzung von Personen und auch zu keinen Sachbeschädigungen.
Nachricht vom 21.01.2017 www.ak-kurier.de