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Sonderübung der Feuerwehr und der Schnellen Einsatzgruppe DRK
Am Samstag, 17. Juni übten Teile der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK Altenkirchen und die Feuerwehr Altenkirchen den Einsatz bei einem Massenanfall von Verletzten (ManV). Das Übungsszenario war ein Verkehrsunfall auf einem landwirtschaftlichen Verkehrsweg zwischen Busenhausen und Beul mit 17 Verletzten. Ein mit Personen besetzter Anhänger war mit einem Auto zusammengeprallt und der Anhänger umgekippt.
Zugang zu den Verletzten mit den technischen Hilfsmitteln schaffen. Fotos: kköBusenhausen/Beul. Am Samstag, 17. Juni, kam es gegen 16 Uhr zu einem „Unfall“ zwischen einem PKW und einem Traktorgespann. So die Übungslage, die sich die Verantwortlichen um Stefan Mückschel (DRK Horhausen) ausgedacht hatten. Auf dem Anhänger des Traktorgespanns befand sich, entgegen den häufigen Empfehlungen von Polizei und Rettungsdiensten, eine Gesellschaft, die ungesichert nur auf Zeltgarnituren sitzend fröhlich feierte. Kurz hinter dem Anwesen der Hüsch Agrar GbR prallten die Fahrzeuge aufeinander. Der Traktor geriet hierbei auf die Motorhaube des PKWs und der Anhänger kippte um. Einige der Mitfahrer wurden unter dem Anhänger eingeklemmt, die Insassen des Autos konnten sich nicht selbstständig befreien. Der Fahrer des Traktors wurde, bis auf einen Schock, nicht verletzt und rief umgehend die Rettungskräfte.

Die Besatzung, Auszubildende und angehende Notfallsanitäter, des ersteintreffenden Rettungsmittels, der Rettungswagen der Wache Altenkirchen, erkundete die Lage und arbeitete nach dem neuen Konzept „Ersteintreffendes Rettungsmittel“, das eine Checkliste zur Handlungshilfe zur Einteilung der Verletzen in sogenannte Kategorien. Es werden die Behandlungspriorität und die Folgemaßnahmen festgelegt.

Es wurden umgehend Verstärkungskräfte der SEG und der Feuerwehr alarmiert. Die Feuerwehr Altenkirchen rückte mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, dem Tanklöschfahrzeug sowie einem Fahrzeug für die Einsatzleitung an. 14 Kräfte waren damit dann vor Ort und organisierten die technische Rettung der im Fahrzeug und unter dem Anhänger eingeklemmten Verletzten.

Die SEG 1, bestehend aus DRK-Kräften der Ortsvereine Altenkirchen-Hamm und Horhausen kam mit 21 Helferinnen und Helfern sowie einem Notarzt und einem organisatorischen Leiter Rettungsdienst zur Einsatzstelle. Zusätzlich wurden der Einsatzleitwagen des DRK Kreisverbandes aus Kirchen mit drei Kräften und die SEG Technik und Sicherheit mit neun Helfern, dem Gerätewagen San, einem Krankentransportwagen und dem Mannschaftsfahrzeug eingesetzt.

Die insgesamt 17 Verletzten waren, gemäß Übungsleitung in die unterschiedlichen Verletzungs-Kategorien eingeteilt und wurden durch die Kräfte der Ortsvereine versorgt. Viele der Personen waren nur leicht oder die nicht Verletzten standen unter Schock und und mussten entsprechend betreut werden.

Stefan Mückschel und seine Mitstreiter bedankten sich am Ende bei den 17 Darstellern, die aus Vereinen und dem Freundeskreis gewonnen werden konnten, da ohne die entsprechende Anzahl „Verletzter“ eine solche Übung nicht durchführbar sei. „Besonderer Dank gilt aber der Familie Hüsch von der Hüsch Agrar GbR, die uns mit Gerät (Traktor) und natürlich mit dem zur Verfügung gestellten Gelände, unterstützt haben“, sagte Mückschel weiter.

Die beteiligten Führungskräfte sagten, dass es leider immer schwieriger werde, solche Übungsorte zu finden um dann die Einsatzkräfte auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Andererseits erwarte die Bevölkerung aber das im Notfall qualifizierte Hilfe in ausreichender Zahl zur Verfügung stehe. Nicht vergessen werden sollte die Tatsache, dass es sich bei allen Einsatzkräften um ehrenamtlich tätige Frauen und Männer handelt, die ihre Freizeit in Aus- und Weiterbildung zum Wohle der Bevölkerung investieren. (kkö)

Es folgen weitere Fotos.
Nachricht vom 18.06.2017 www.ak-kurier.de