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Politik
Nachfrage an Ferienbetreuungen im Kreis Altenkirchen steigt
Der Bedarf an Ferienbetreuungsplätzen steigt auch im Kreis Altenkirchen weiter an. Das erfuhr der Landtagsabgeordnete Heijo Höfer jetzt bei einem Besuch im "KOMPA", Evangelisches Kinder- und Jugendzentrum Altenkirchen, vom Leiter der Einrichtung, Matthias Gibhardt. Beim Infobesuch ging es auch um Fördermittel.
Matthias Gibhardt vom "KOMPA" Altenkirchen sprach mit MdL Heijo Höfer (rechts) über die wachsende Nachfrage nach Ferienbetreuungsangeboten. Foto: Büro HöferAltenkirchen. Im "KOMPA" nehmen in dieser Woche 35 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren an einer Ferienbetreuung teil. Insgesamt sechs Wochen pro Jahr bietet die Einrichtung die Ferienbetreuung an und kommt damit aktuell auf 1.050 Betreuungstage. Obwohl man das Angebot seit 2014 mehr als verdoppelt habe, seien innerhalb von zwei Stunden alle Plätze für das komplette Jahr ausgebucht gewesen, erklärte Gibhardt. Aufgrund der hohen Nachfrage habe man zur Betreuung der Kinder neben den Ehrenamtlichen auch Honorarkräfte hinzugezogen.

Ein Vorteil des Jugendzentrums seien die vorhandenen Räumlichkeiten in der Wilhelmstraße. Dadurch habe man flexibel auf das Regenwetter reagieren und die eigentlich für diesen Tag geplante Wanderung nach Obererbach kurzerhand in einen Spiel- und Basteltag umwandeln können, erläuterte Gibhardt. Besonderen Wert legt man im "KOMPA" auf ein gesundes Frühstück und Mittagessen als Teil der Ferienbetreuung. Für die komplette Woche zahlen Eltern 51 Euro pro Kind. Nochmal rund die Hälfte des Betrages komme an Zuschüssen hinzu. Eltern mit geringem Einkommen könnten bei entsprechendem Nachweis ihre Kinder zu einem deutlich geringeren Beitrag anmelden. Der entstandene „Fehlbetrag“ werde durch die zur Verfügung stehenden Fördermittel aufgestockt.

Gibhardt betonte in diesem Zusammenhang die reibungslose Zusammenarbeit mit Horst Schneider vom Kreisjugendamt bei der Weitergabe der Fördergelder. Diese seien notwendig, um auch Fahrten für die Kinder anbieten zu können, wie beispielsweise zum Hof Hagdorn in Wissen oder dem Hofgut Dapprich bei Seck/Westerwald.

Die Landesregierung habe aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Betreuungsangebote ihr Förderkonzept weiterentwickelt, berichtete Heijo Höfer. So seien die Zuschussmittel in diesem Jahr von bisher 300.000 Euro auf 750.000 Euro landesweit erhöht worden. Für das kommende Jahr sei eine weitere Aufstockung auf eine Million Euro fest eingeplant. Außerdem könnten jetzt auch Veranstaltungen an einzelnen Tagen gefördert werden. Die Gestaltung der Maßnahmen und die Auswahl der Träger blieben grundsätzlich in der Hand der Jugendämter. Auf die Weise sei sichergestellt, dass das Angebot auch zu den Bedürfnissen der Familien und Schulkinder in den jeweiligen Regionen passe.

Jedes Jugendamt erhalte pauschal 7.400 Euro. Das Förderbudget werde um eine Summe erhöht, die sich aus der Anzahl der im Jugendamtsbezirk wohnenden sechs- bis 13-jährigen Kindern errechnet. Im Bereich des Jugendamtes Altenkirchen seien in diesem Jahr 24 Maßnahmen mit insgesamt 460 teilnehmenden Kindern beim Land beantragt worden. Die Fördersumme dafür belaufe sich auf knapp 23.000 Euro.

Auch Matthias Gibhardt begrüßte die neuen Förderrichtlinien. Damit sei es möglich, das heute schon qualitativ hohe Niveau der Ferienbetreuung zu sichern und das Angebot im Landkreis zukünftig weiter auszubauen.
Nachricht vom 26.07.2017 www.ak-kurier.de